Hilfstransport der Telgter Malteser nach Schlesien
3565 Euro für Wiktoria

Telgte -

Vielen Menschen haben die Telgter Malteser in Schlesien wieder helfen können. Besonders groß war die Freude bei dem behinderten Mädchen Wiktoria.

Montag, 22.04.2019, 19:00 Uhr
Die Spendenübergabe an Wiktoria: (vorne v.l.) Geschäftsführerin Rita Hüser, Wiktoria und Telgtes Stadtbeauftragter Heinz Loddenkötter sowie (hinten v.l.) die Pflegemutter von Wiktoria und Horst Ulbrich, Vorsitzender der Deutsch-sozial-kulturellen Gesellschaft in Glatz.
Die Spendenübergabe an Wiktoria: (vorne v.l.) Geschäftsführerin Rita Hüser, Wiktoria und Telgtes Stadtbeauftragter Heinz Loddenkötter sowie (hinten v.l.) die Pflegemutter von Wiktoria und Horst Ulbrich, Vorsitzender der Deutsch-sozial-kulturellen Gesellschaft in Glatz. Foto: MHD

Die Malteser-Helfer Martin Berning, Stefan Baumkötter, Sebastian Keßeler, Heinz Loddenkötter , Rita Hüser und Rainer Peltzer brachten mit einem Lkw und einem Kleintransporter Hilfsgüter nach Schlesien. Im Gepäck hatten sie Material für die Alten- und Krankenpflege, Pampers, Rollatoren, Rollstühle, Material für eine Schule für Kinder mit Handicap, Bekleidung und Sämereien als Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Malteser aus Telgte unterstützen seit 37 Jahren die Bevölkerung in Schlesien mit Hilfsgütern. Kooperationspartner der Malteser im polnischen Glatz ist der Vorsitzende Horst Ulbrich vom Deutschen Freundeskreis, der Deutsch-sozialkulturellen Gesellschaft. „Polen ist zwar ein EU-Mitgliedsland, aber die sozialen Probleme, besonders auf dem Land, nehmen weiterhin zu“, erklärte Horst Ulbrich. Viele junge Menschen und junge Familien hätten das Land verlassen oder seien in die Städte gezogen, um dort Arbeit zu finden. Zurückgeblieben seien Alte und arme Familien. „Hier helfen die Malteser aus Telgte mit Hilfsgütern“, erläuterte Telgtes Stadtbeauftragter Heinz Loddenkötter. Besonders groß sei die Nachfrage nach Material für die Altenpflege wie Rollstühle, Rollatoren, Toilettenstühle und Pampers. Dank der Firma Hygi.de konnte eine große Menge Pampers in allen Größen übergeben werden.

Besonders freuen durfte sich die Pflegemutter des behinderten Mädchens Wiktoria über eine große Geldspende für den behindertengerechten Umbau ihres Wohnhauses. Der Hauptchor der Musikschule Telgte unter der Leitung von Gregor Stewing hatte im Januar ein Konzert gegeben. Die gesamten Konzerteinnahmen von 1565 Euro wurden an Wiktoria gespendet. Die Malteser aus Telgte beteiligten sich im Juni vergangenen Jahr an dem Wettbewerb „Sparda-Leuchtfeuer“ und gewannen dabei den Jurypreis in Höhe von 3000 Euro. Der Betrag ging zu einer Hälfte an die Malteser-Jugend Telgte. 1500 Euro erhielt Wiktoria. Die Stadtwerke Telgte halfen mit einem zusätzlichen Betrag von 500 Euro. Somit konnten insgesamt 3565 Euro für den behindertengerechten Umbau überreicht werden. Aber auch durch zahlreiche Kleinspenden aus der Bevölkerung wird Wiktoria unterstützt. Diese Beträge sind bereits an die Pflegemutter überwiesen worden.

Eine Schule für behinderte Kinder in Glatz konnte sich freuen, dass ihre im Januar geschickte Wunschliste zu großen Teilen erfüllt werden konnte. Für den Schulgarten wurde ein gebrauchter Benzinrasenmäher besorgt, der durch die Firma Klemens Herbert aus Telgte kostenlos gewartet und gereinigt wurde. Die Schule erhielt unter anderem Pampers, Spielzeug für die Feinmotorik, Fahrräder und Sämereien für den Schulgarten. Die Fahrräder waren zuvor von Günter Kleefisch repariert und geputzt worden. Eine Westbevernerin spendete selbst gemachte Marmelade und Pflanzkartoffeln.

Eine traurige Mitteilung erreichte die Malteser aus Telgte aus Niedersteine. Lehrerin Inga Wiazek war erkrankt und konnte keine Hilfsgüter annehmen.

Weiter ging die Fahrt zur Caritas Oppeln. Diese versorgt Menschen, die nicht genügend Einkommen haben, um sich Bekleidung und Hilfsmittel zu kaufen. Hier konnten die Malteser ebenfalls mit Kleidung, Rollatoren, Rollstühlen und Pampers helfen.

Auch Familie Skiba, die schon seit vielen Jahren von den Maltesern unterstützt wird, konnte mit Bekleidung, Material für die Altenpflege und Sämereien ausgestattet werden. Familie Skiba verteilt die Materialien in dem kleinen Ort Guttentag.

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