Betreuungsangebot in Telgte wiederbelebt
Neue Gruppe für Demenzkranke

Telgte -

20 Jahre hieß die Gruppe, die sich um die Betreuung von an Demenz erkrankten Menschen kümmerte, „Engel ohne Flügel“. Dann war für anderthalb Jahre Schluss. Doch jetzt wurde das Betreuungsangebot unter dem Dach der Malteser mit dem Namen „Café Malta“ wiederbelebt.

Freitag, 03.05.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 05.05.2019, 08:52 Uhr
Dr. Martin Altenburger (l.) und Ruth Schräder (2.v.l.) freuen sich mit den Telgter Maltesern Rita Hüser (2.v.r.) und Heinz Loddenkötter (r.), dass sich sieben Frauen bereiterklärt haben, die dementiell erkrankten Menschen zu betreuen.
Dr. Martin Altenburger (l.) und Ruth Schräder (2.v.l.) freuen sich mit den Telgter Maltesern Rita Hüser (2.v.r.) und Heinz Loddenkötter (r.), dass sich sieben Frauen bereiterklärt haben, die dementiell erkrankten Menschen zu betreuen. Foto: Flockert

20 Jahre lang betreuten, begleiteten und unterhielten sie an Demenz erkrankte Menschen und entlasteten dabei auch die pflegenden Angehörigen, die „Engel ohne Flügel“. Unter dem Dach der Alzheimer-Gesellschaft Münster engagierten sie sich für die gute Sache. Doch Ende 2017 war Schluss, weil die langjährige Leiterin Irmgard Alfermann aus Altersgründen kürzer treten wollte und sich kein Nachfolger fand.

„Das habe ich in den WN gelesen und gedacht, das kann doch wohl nicht sein, dass eine Gruppe, die so drin ist im Thema, aufhört“, berichtet Dr. Martin Altenburger , stellvertretender Diözesanleiter des Malteser-Hilfsdienstes im Bistum Münster. Die Idee war geboren, die Gruppe wiederzubeleben. Die Malteser stellen die Rahmenbedingungen. Wenn am Montag, 5. August, von 15 bis 18 Uhr das erste Beisammensein der „neuen/alten“, dann siebenköpfigen Gruppe mit Demenzkranken stattfindet, dann wird dies in den Räumen des MHD an der Hans-Geiger-Straße im Gewerbegebiet Kiebitzpohl sein. Anvisiert wird aber, mit den einmal pro Woche montags stattfindenden Treffen im Clemens-Wohnstift im Herzen der Stadt unterzukommen. Als Koordinatorin fungiert Eva Leistra, die bei den Maltesern in der Diözese für den Demenzdienst zuständig ist.

Das Ganze soll künftig den Namen „Café Malta“ tragen. Neben der Entlastung der Angehörigen soll es das Ziel sein, die sozialen, geistigen und körperlichen Fähigkeiten der Demenzkranken zu erhalten und dazu beizutragen, Abwechslung und Freude in ihr Leben zu bringen.

Die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen soll sich an der Philosophie von „Silviahemmet“ („Silvias Heim“), einer Stiftung der schwedischen Königin, die den dementiell Erkrankten in den Mittelpunkt der Hilfe rückt, orientieren.

Auch die verbliebenen „Engel ohne Flügel“, die sich in der anderthalbjährigen Pause nicht aus den Augen verloren haben, sollen mit dieser Philosophie vertraut gemacht werden. Aus diesem Grund bieten die Malteser ab dem 15. Juni einen auf diesem Konzept fußenden Demenzbegleiterkurs an.

„Wer Interesse hat, kann sich noch für diesen Kurs anmelden. Das gilt auch für pflegende Angehörige“, erklärt Diözesanreferentin Ruth Schräder. Nach 55 Unterrichtseinheiten erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat und dürfen sich „Demenzbegleiter“ nennen. Anmeldungen nimmt Eva Leistra unter ✆  01 76/ 31 79 80 83 oder unter eva.leistra@malteser.org entgegen.

Alle Beteiligten fiebern derweil dem Auftakt am 5. August entgegen. „Wir sind sehr froh, dass wir diese fertige Gruppe haben einkaufen können. Das ist ein großes Geschenk für Telgte und für die Malteser“, beschreibt Martin Altenburger.

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