Telgter Freundeskreis Guatemala
In Guatemala zur Schule gegangen

Telgte -

Vorstandsmitglieder des Freundeskreises Guatemala haben aktuelle Projekte in dem mittelamerikanischen Land besucht.

Mittwoch, 15.05.2019, 19:00 Uhr
Andreas Hellmann beim Besuch der Grundschule in Pacamposanto.
Andreas Hellmann beim Besuch der Grundschule in Pacamposanto. Foto: Freundeskreis Guatemala

Zwei Wochen waren Andreas Hellmann und An­dreas Kiwall vom Freundeskreis Guatemala in Mittelamerika unterwegs. In dem mittelamerikanischen Land besuchten der Vorsitzende und der Geschäftsführer des Vereins Schulen, die in den vergangenen Jahren mit Unterstützung aus Telgte und Umgebung gebaut oder erweitert wurden. Auf dem Besuchsplan standen zudem Orte, die aktuell Unterstützung suchen.

„Die Schulen entwickeln sich gut“, betont Andreas Hellmann. Seit Ende der 1990er Jahre engagiert sich der Verein vor allem in der Region Sololá im Westen des Landes. „Besonders bis zum neunten Schuljahr, also bis zum mittleren Abschluss, gibt es mittlerweile ein breites Angebot.“

Besonders am Herzen lag den Telgtern der Besuch in Vasconcelos. Dort hat der Verein schon mehrmals Erweiterungen gefördert. Gerade läuft ein Anbau, den das Gymnasium St. Mauritz ermöglicht hat. Rund 30 000 Euro haben Schüler, Eltern und Lehrer gesammelt, damit die Schule drei neue Klassenräume bekommen kann. „Schule baut Schule“, sagt Andreas Kiwall.

Die neuen Räume sollen unter anderem für den computergestützten Unterricht genutzt werden. Die Schule hat bereits erfolgreich an einigen Wettbewerben teilgenommen, zum Beispiel an einer Wissenschafts-Olympiade. Das Mädchen-Basketballteam ist ebenfalls erfolgreich und hat schon viele Pokale gewonnen. Die Schüler werden in drei Sprachen unterrichtet: in Spanisch, Englisch und der Maya-Sprache Kaqchikel.

„Inzwischen haben die Schulen auch mehr Raum für zusätzliche Bildungsaspekte“, berichtet Andreas Hellmann. Viel Wert legen sie zum Beispiel auf das Thema Umweltschutz. Ganz praktisch geht es um Müllvermeidung und die nachhaltige Nutzung landwirtschaftlicher Flächen. Unter dem Oberbegriff Permakultur lernen Schüler die nachhaltige Kreislaufwirtschaft im Nutzgarten kennen. „Ein positiver Effekt dieser Arbeit ist eine gesündere Ernährung, die langsam vom Schulgarten aus auch den Weg in die Elternhäuser der Schüler findet“, so Hellmann.

Der Freundeskreis unterstützt diesen Prozess. Lokale Fachleute arbeiten mit den Architekten Luis und Estuardo Palacios, den Partnern des Telgter Vereins, zusammen. Die lokale Universität „del Valle Guatemala“ gibt an einigen Schulen praktischen Einblick in Naturwissenschaften. Zum Beispiel analysieren die Kinder unter dem Mikroskop Pflanzenzellen. Gleichzeitig zeigen die Wissenschaftler so Zukunftsperspektiven für die Zeit nach der Schulausbildung auf. Auch die Vermittlung der indigenen Kultur, zum Beispiel Musik auf der Marimba, findet in der

Schule statt.

Immer mehr Jugendliche gehen auch nach ihrem ersten Abschluss weiter zur Schule. Andreas Hellmann: „In Sololá lernen mittlerweile über 750 Schülerinnen und Schüler aus dem Department Solola, das heißt von vielen unserer Schulen, Ökonomie.“ Aktuell wird diese zentrale Schule morgens und mittags für Grund- und Mittelschule genutzt. Die Berufsbildung im Diversificado findet in den Nachmittags- und Abendstunden statt. Eine Erweiterung der Schule will der Freundeskreis Guatemala in Zukunft unterstützen.

Spenden sind möglich auf das Konto des Freundeskreises Guatemala (IBAN: DE69 4005 0150 0060 0421 08) bei der Sparkasse Münsterland Ost.► www.freundeskreis-guatemala.org

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