Sonderausstellung im Museum Religio in Telgte
Unentdeckten Breilmann finden

Telgte -

Eine Sonderausstellung mit Werken des Künstlers Rudolf Breilmann ist im Museum Religio eröffnet worden. Präsentiert wurde dabei zudem ein besonderes Buch.

Montag, 27.05.2019, 19:00 Uhr
Freuen sich auf eine besondere Ausstellung: (v.l.) Bürgermeister Wolfgang Pieper, Hans-Günther Fascies von der NRW-Stiftung, stellvertretende Museumsleiterin Dr. Kristin Kube, Professor Renate Breilmann mit ihren Kindern Eckart Breilmann und Ute Beer sowie Förderkreis-Vorsitzender Dr. Robert Robert.
Freuen sich auf eine besondere Ausstellung: (v.l.) Bürgermeister Wolfgang Pieper, Hans-Günther Fascies von der NRW-Stiftung, stellvertretende Museumsleiterin Dr. Kristin Kube, Professor Renate Breilmann mit ihren Kindern Eckart Breilmann und Ute Beer sowie Förderkreis-Vorsitzender Dr. Robert Robert. Foto: Flockert

Das Interesse an Rudolf Breilmann ist riesengroß. Die Sitzplätze reichten bei der Eröffnung der Sonderausstellung „Inspiration Schöpfung. Der Künstler Rudolf Breilmann“ im Museum Religio am Sonntagnachmittag bei weitem nicht aus, so dass schnell noch Stühle herbeigeschafft werden mussten.

Dr. Rüdiger Robert , Vorsitzender des Freundeskreises Museum Religio, freute sich, gleichzeitig mit der Eröffnung der neuen Ausstellung auch das von Alfred Pohlmann verfasste Buch „Rudolf Breilmann. Inspiration Schöpfung“ vorstellen zu dürfen, das ab sofort erhältlich ist. Das erste Exemplar übergab Robert symbolisch an Professor Renate Breilmann, die Witwe des Künstlers, der am 13. Juni dieses Jahres 90 Jahre alt geworden wäre. Erstmals ins Auge gefasst worden war, ein solches Buch zu veröffentlichen, im Jahr 2007. Bis zur Realisierung hat es dann zwölf Jahre gedauert.

Rüdiger Robert betonte, dass es für alle Anwesenden schön gewesen wäre, den Künstler, „heute in unserer Mitte begrüßen zu dürfen“. Trotzdem sei es eine Freude, das Werk des Bildhauers, Malers, Zeichners, Aquarellisten, Grafikers und Steinmetzes einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Robert und auch Autor Alfred Pohlmann betonten, dass Rudolf Breilmann viel mehr geschaffen habe, als die großen, zumeist in Münster aufgestellten Plastiken oder auch die Kirchenportale oder Brunnen. „Die großen bronzenen und steinernen Bildwerke repräsentieren nicht sein ganzes Werk“, stellte Alfred Pohlmann dann auch fest. Diese seien insbesondere in den 1960-er Jahren entstanden. Breilmann habe sie in großer Zahl als Auftragsarbeiten schaffen müssen, um Geld zu verdienen. Später habe sich der Münsteraner Künstler auch auf Zeichnungen, Kleinplastiken und Aquarelle konzentrieren können. „Diese sind von freiem Geist durchweht“, so Pohlmann. „Rudolf Breilmann hatte da eine größere künstlerische Freiheit. Er war nicht mehr an Aufträge gebunden.“ Insbesondere in seinen Landschaftsbildern komme eine tiefe Spiritualität zum Ausdruck. „Ich bin überzeugt, dass es Breilmann mit seinem künstlerischen Schaffen vor allem daran ging, sich aus einer zutiefst christlichen Perspektive mit den Möglichkeiten des Verstehens unserer Welt im Hinblick auf Gegenwart und Zukunft auseinanderzusetzen“, sagte Robert.

Es gebe den Künstler Breilmann, dessen Werk man in Kirchen und auf öffentlichen Plätzen erleben kann, heißt es im Flyer zur Ausstellung. Es gebe aber auch den Künstler, der frei seinen Intentionen folgt, der dem Experiment nicht abgeneigt scheine und der das eigene Können immer wieder auf die Probe stelle. Es sei das Ziel des Buches und der Ausstellung, diesen anderen Breilmann stärker ins Bewusstsein zu rücken. „Ich hoffe, Sie finden in der Ausstellung einen bislang unentdeckten Rudolf Breilmann“, sagte Pohlmann.

► Die Ausstellung ist bis zum 30. Juni dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen.

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