Konzert in der Clemenskirche in Telgte
Potpourri aus der Romantik

Telgte -

Beim Konzert des Kammerchores „ad libitum“ aus Dresden bekamen die Zuhörer alles andere als Alltägliches in der Clemenskirche zu hören.

Montag, 03.06.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 14:52 Uhr
Der Kammerchor „ad libitum“ aus Dresden machte auf seiner Konzertreise durch das Münsterland auch in der Clemenskirche Station.
Der Kammerchor „ad libitum“ aus Dresden machte auf seiner Konzertreise durch das Münsterland auch in der Clemenskirche Station. Foto: Schwerdt

Etwas sehr Exklusives bekamen die Zuhörer beim Konzert des Kammerchores „ad libitum“ aus Dresden in der Clemenskirche zu hören: Lieder zu Gedichten von Theodor Fontane. Das Arrangement des Münsteraner Kapellmeisters Thorsten Schmid-Kapfenburg hatte der sächsische Chor an Christi Himmelfahrt uraufgeführt, Telgte stand kurz danach bereits auf dem Tourneeplan.

Der Chor mit 15 ausgebildeten Sängerinnen und Sängern befand sich auf einer Konzertreise durch das Münsterland. Neben Auftritten in Münster, Billerbeck und Coesfeld zog es den von Karsten Sprenger geleiteten Chor auch an die Ems. Das Konzert zur ungewöhnlichen Mittagszeit stand unter dem Motto „Die Frage bleibt – geistlich/weltlich?“.

So war es nicht verwunderlich, dass das Konzert mit einer „Missa brevis“ des italienischen Renaissance-Komponisten Andreas Gabrieli begonnen wurde. Es folgte ein Potpourri aus vielem, was in der deutschen Romantik Rang und Namen hatte: Gedichte und Texte von Clemens Brentano, Wilhelm Müller und Johann Gottfried Herder vertont als A-capella-Gesänge von Johannes Brahms. Daran schloss sich das schon erwähnte Fontane-Arrangement an, das zugleich den humoristischen Höhepunkt des Nachmittages bildete. Es entbehrt schließlich nicht einer gewissen Komik, wenn ein Profi-Chor vom „Wibbeln“ und „Kribbeln“ singt. Auch die Vertonung des Gedichtes „Publikum“ sorgte in selbigen für Schmunzeln.

Zum Abschluss gab der Chor vor den 60 Zuhörern noch eine Sorbische Messe des Komponisten Jan Bulank. Chorleiter Karsten Sprenger, der kenntnisreich durch den Nachmittag führte, hob hier vor allem einen Unterschied zu klassischen Messen hervor: „Zum Schluss wird noch einmal nachhaltig um einen Segen für das sorbische Volk gebeten.“ Den „Segen“ für einen weiteren Auftritt in Telgte dürfte „ad libitum“ haben.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6662831?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F191%2F
„Jetzt kann Weihnachten beginnen“
Zwischen den stimmungsvoll beleuchteten Prinzipalmarkthäusern versammelten sich am Sonntagabend Tausende, um gemeinsam internationale Weihnachtslieder zu singen, die David Rauterberg (kleines Bild) auf der Bühne anstimmte.
Nachrichten-Ticker