Eichenprozessionsspinner in Telgte
„Krisengespräch“ in der Verwaltung

Telgte -

Der Eichenprozessionsspinner treibt erneut in Telgte sein Unwesen. In der Verwaltung wurde bereits das weitere Vorgehen abgestimmt.

Dienstag, 04.06.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 14:52 Uhr
Ein Bild aus dem vergangenen Jahr, als die Stadtverwaltung den Eichenprozessionsspinner von Experten bekämpfen ließ. Die Raupe ist an mehreren Stellen im Stadtgebiet wieder gesichtet worden.
Ein Bild aus dem vergangenen Jahr, als die Stadtverwaltung den Eichenprozessionsspinner von Experten bekämpfen ließ. Die Raupe ist an mehreren Stellen im Stadtgebiet wieder gesichtet worden. Foto: Flockert

Eigentlich hatte die Stadt vorgesorgt und von einer Fachfirma vor kurzer Zeit rund 100 Bäume in besonders sensiblen Bereichen im Stadtgebiet behandeln lassen. Doch das derzeit schwül-warme Wetter hat dafür gesorgt, dass der Eichenprozessionsspinner trotzdem an einigen Stellen im Stadtgebiet wieder auf dem Vormarsch ist. Daher gab es am Dienstag ein „Krisengespräch“ in der Verwaltung, um das weitere Vorgehen abzusprechen.

Bis Dienstagmittag hatte Ihno Gerdes , städtischer Grüningenieur, bereits 14 Meldungen auf dem Schreibtisch liegen, darunter so sensible Bereiche wie das Gelände der Grundschule Westbevern-Dorf. Bereits heute wird dort ein Experte die Nester entfernen, das kündigte die Verwaltung an.

Weitere Bereiche, die nach einer Prioritätenliste abgearbeitet werden, sind derzeit: Die Bauerschaft Sickerhook im Bereich der Landesstraße, zwei Bäume im Freibad, die Festwiese in Westbevern, ein Bereich am Takko-Stadion, einige Stellen im Bereich des Kreuzweges an der Ems, Bäume am Kortenkamp in Westbevern sowie in der Fredde.

Von den Eichenprozessionsspinnern geht eine Gefahr aus: Denn die kleinen, kaum sichtbaren Brennhaare der Raupen lösen bei Berührung äußert schmerzhafte Hautreaktionen aus. Es kann zu Quaddeln oder Knötchen kommen, so die Experten.

Gerdes machte im WN-Gespräch deutlich, dass die Vorsorgemaßnahmen der Stadt zu großen Teilen gegriffen hätten. Aber da das Entwicklungsstadium der Raupen nach neusten Erkenntnissen der Experten ebenfalls eine Rolle spiele, sei das Eingreifen in dem einen oder anderen Fall möglicherweise bereits zu spät gekommen. Generell gebe es dafür nur ein sehr kleines Zeitfenster.

Die warme Witterung der vergangenen Jahre habe dem Eichenprozessionsspinner nach Ansicht der Stadt optimale Vermehrungsbedingungen geboten. Generell hat die Raupe natürlich Feinde wie den Kuckuck und den Wiedehopf sowie einige räuberische Käfer oder bestimmte Wespen, ein Ausbreiten hätten sie aber nur bedingt verhindern können.

Erinnerungen werden an das vergangene Jahr wach: Seinerzeit waren rund 300 Bäume im Stadtgebiet betroffen.

Personen, die Eichenprozessionsspinner auf Bäumen in öffentlichen Bereichen entdecken, können sich an Ihno Gerdes, ✆ 13 289, wenden. Besitzern von betroffenen Bäumen im privaten Bereich rät der städtische Grüningenieur, sich umgehend mit einer Fachfirma in Kontakt zu setzen.

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