Telgter nehmen an Planspiel der UN teil
Für vier Tage Politiker

Telgte -

Schüler des Telgter Gymnasiums nahmen an den „Oldenburg Model United Nations“ teil – einem Planspiel der Vereinten Nationen. Dafür reisten zu einer Konferenz nach Oldenburg.

Dienstag, 25.06.2019, 18:00 Uhr
Schüler des Telgter Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums nahmen als Delegation der Weltgesundheitsorganisation beim 19. „Oldenburg Model United Nations“ teil.
Schüler des Telgter Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums nahmen als Delegation der Weltgesundheitsorganisation beim 19. „Oldenburg Model United Nations“ teil. Foto: Ix

Wie kann man die Gesundheitsvorsorge verbessern und Epidemien besser kontrollieren? Unter anderem diskutierten Schüler des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums dieses Problem als Delegation der Weltgesundheitsorganisation beim 19. „Oldenburg Model United Nations“ (Olmun) – und das auf Englisch.

Aufgeregt und voller Vorfreude hatten sich Charlotte Merz, Anastasia Spannbrucker und Emily Wegener, als erfahrende „Olmunistinnen“, sowie Emma Mende , Leena Kaijo, Julia Kortbus, Franziska Ix, Nelson Roosterman, Leo Weßeler, Niklas Kipp und Mike Morlang, allesamt „Olmun“-Neulinge, für das MSMG auf den Weg nach Oldenburg gemacht. Sie kamen mit vielen neuen Erfahrungen zurück: „Mir hat es gut gefallen, aber man brauchte etwas Zeit, um sich an die Sprache zu gewöhnen“, berichtete Emma Mende.

Das „Oldenburg Model United Nations“ ist ein Planspiel der Vereinten Nationen . Es wird von Schülern organisiert, die dann die „Chairs“ darstellen. Diese leiten die Komitees. Die gut 1000 Jugendlichen, die aus der ganzen Welt nach Oldenburg gekommen waren, simulierten vier Tage lang eine UN-Vollversammlung und diskutierten über aktuelle Konflikte. Die Schüler vertraten die Meinung verschiedene Länder in den Komitees.

Unvorbereitet konnten die elf Telgter Gymnasiasten nicht in ihre Komitees gehen, denn die Themenkomplexe sind sehr umfangreich. Da „Olmun“ eine internationale Veranstaltung ist, durften die Schüler nur auf Englisch kommunizieren und mussten daher ihren Wortschatz gut beherrschen. Außerdem mussten sie Resolutionen vorbereiten, bei denen das Problem, das im jeweiligen Komitee behandelt wird, dargestellt werden. Auch Lösungswege mussten skizziert und ausgearbeitet werden.

Zwei Wochen vor „Olmun“ hatten die Telgter Schüler mit Lehrer Gerd Schumacher mit der Vorbereitung begonnen. Schumacher nimmt schon seit 2002 mit Schülern an „Olmun“ teil: „Ich finde es wichtig, dass die Schüler auch mal über den Telgter Tellerrand hinausblicken. Bei ,Olmun’ sehen sie, wie Politik wirklich funktioniert.“

Außerdem mussten sich die elf Schüler des MSMG auch an Regeln anpassen. So gab es einen Dresscode. Dieser schrieb unter anderem den Jungs vor, einen Anzug zu tragen.

Am ersten Tag trafen sich alle Teilnehmer zu einer Eröffnungsveranstaltung in der Weser-Ems-Halle. Und auch am letzten Tag kamen noch mal alle Länder und „Chairs“ in der Halle zur Abschlussveranstaltung zusammen, bei der die Arbeit der vorherigen Tage präsentiert wurde.

Am zweiten und dritten Tag waren die Komitees jeweils auf eine Schule aufgeteilt, um die jeweiligen Probleme zu diskutieren und eine gemeinsame Resolution auszuarbeiten.

Da es in der Veranstaltung keine direkte Kommunikation gab, konnten die Delegierten Nachrichten in Form von Zetteln schreiben. So konnten die Länder kommunizieren und kooperieren.

Für viel Stimmung sorgten die „Gossip Box“ und die „Punishments“. In der „Gossip Box“ landeten nicht nur Bilder, sondern auch unangebrachte Nachrichten. Die „Punishments“ waren kleine Strafen, die sich die „Chairs“ für die Schüler ausdachten, die zum Beispiel den Dress-Code nicht befolgten. Die Delegierten mussten zum Beispiel singen oder tanzen.

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