Altenheimes Maria Rast in Telgte
Blütenmeer in grüner Oase

Telgte -

Die Bewohnerinnen des Altenheimes Maria Rast besuchen Kleingartenanlage „Im Grünen Grund“.

Donnerstag, 04.07.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 08.07.2019, 17:33 Uhr
Zwei erholsame Stunden verbrachten Bewohnerinnen des Altenheimes Maria Rast mit ihrem Betreuerteam in der Kleingartenanlage „Im Grünen Grund“.
Zwei erholsame Stunden verbrachten Bewohnerinnen des Altenheimes Maria Rast mit ihrem Betreuerteam in der Kleingartenanlage „Im Grünen Grund“. Foto: Pohlkamp

Eine kurze Auszeit vom Alltag nahmen Bewohnerinnen des Altenheimes Maria Rast . Auf Initiative von Gunther Thieme , Mitglied der Telgter Gartenfreunde, besuchten die Seniorinnen die Kleingartenanlage „Im Grünen Grund“, eine sehenswerte grüne Oase in der Bauerschaft Berdel.

36 Parzellen werden dort seit 45 Jahren bewirtschaftet. Diese lernten die Besucherinnen in Begleitung der Sozialarbeiterin Andrea Köhling, Tilly Löwenberg und den vier Praktikanten vom Gymnasium St. Mauritz, Falk Ludwig, Sophie Dwertmann, Eric Lorenz und Emilia zur Nieden, näher kennen.

Gunther Thieme, selbst Besitzer eines kleinen Gartens, führte die Gruppe durch die Anlage, in der die Vielfalt der Staudengewächse und die Blütenpracht eine Augenweide für alle Gartenliebhaber darstellt. Für viele bedeutet dieser „Schrebergarten“ Entspannen, Erholen, Gärtnern und Kommunikation. Jeder kleine Garten ist nach dem Geschmack des Pächters gestaltet. Natürlich gelten Regeln, etwa auf welche Pflanzenverteilung die Kleingärtnerfamilien in den Gärten zu achten haben. „Ein Drittel Nutzpflanzen, ein Drittel Blumen und ein Drittel Gartenhaus, Rasen und Wege.“

Den Garten von Mechthild Hardensett steuerten die Besucher ebenfalls an. Hier erklärte die Besitzerin, weshalb sie auf der einen Seite verstärkt Stauden gepflanzt habe: „Diese sind winterhart. Im Herbst abgeschnitten, blühen sie im Frühjahr wieder so richtig auf.“ Auf der anderen Seite zeigte sie die Vielfalt an Obst, Gemüse und Kräuter: „Ausreichend für den Eigenbedarf.“

Auf dem Nachbargrundstück gärtnert Peter Loos seit zwölf Jahren mit Leidenschaft. Besonders stolz ist er auf seinen kleinen Teich mit Fischen und seinen Rebstock, der zu unterschiedlichen Reifezeiten leckere Trauben „liefert“.

Kleingärtner, so erfuhren die Besucher weiter, sind sehr oft in ihrem Gemüse-, Obst- und Blumengarten anzutreffen. „Im Sommer täglich“, berichtet Mechthild Hardensett. „Gerade dann, wenn die Pflanzen Wasser und Pflege benötigen.“ Viele sind Rentner und gestalten ihre Zeit mit Gärtnern. Immer mehr „ziehen“ auch junge Familien in die Kleingartenanlage ein, zuletzt wurde dieses beim Sommerfest des Vereins deutlich.

Und noch eines: Als Besucher kommt man auch schnell in Kontakt, spricht mit anderen Hobbygärtnern über den Zaun und erhält auf Nachfrage wertvolle Tipps, etwa wie man Schädlinge biologisch vertreibt.

Nach den vielen Eindrücken gab’s am Clubhaus des Vereins Kaffee, Getränke und Kuchen, bevor die Fahrt wieder zurück nach Telgte ging.

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