Telgter Bürgerenergie-Genossenschaft
Rendite auf Rekordniveau

Telgte -

Das Sonnenjahr 2018 sorgte für einen weit überdurchschnittlichen Ertrag. Deshalb hatten die Mitglieder der Telgter Bürgerenergie-Genossenschaft anlässlich ihrer Generalversammlung gut lachen. Der Bilanzgewinn liegt bei mehr als 25 000 Euro, die Rendite bei acht Prozent.

Donnerstag, 04.07.2019, 20:00 Uhr
Unter anderem auf dem Dach des Gymnasiums ist eine Photovoltaikanlage installiert, die der Telgter Bürgerenergie-Genossenschaft gehört und umweltfreundlich Strom produziert.
Unter anderem auf dem Dach des Gymnasiums ist eine Photovoltaikanlage installiert, die der Telgter Bürgerenergie-Genossenschaft gehört und umweltfreundlich Strom produziert. Foto: Große Hüttmann

Die Mitglieder der Telgter Bürgerenergie-Genossenschaft hatten anlässlich ihrer Generalversammlung gut lachen: Denn das Sonnenjahr 2018 sorgte für einen weit überdurchschnittlichen Ertrag. Rund 280 000 Kilowattstunden Strom wurden mit Hilfe der sieben Photovoltaikanlagen produziert. Das führte unterm Strich zu einem Bilanzgewinn von mehr als 25 000 Euro und einer Rendite von acht Prozent, die nun ausgeschüttet wird. Damit „verzinsen“ sich die Anteile, 184 Mitglieder halten 311 Anteile an der Genossenschaft, noch einmal ein Prozent besser als in den Vorjahren. Zudem wird noch einmal ein satter Betrag in die Rücklagen eingestellt, um für schlechtere Sonnenstrom-Jahre vorzusorgen.

Doch etwas trübte weniger die Bilanz, sondern vielmehr die Freude der Mitglieder. Denn nachdem die Firma Hygi.de der Telgter Bürgerenergie-Genossenschaft im vergangenen Jahr die Dachflächen des Logistikzentrums im Kiebitzpohl zur kostenfreien Nutzung in Aussicht gestellt hatte, haben die Behörden dem Projekt quasi einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Denn die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Hygi-Dächern hätte nicht nur eine komplett neue Brandschutzbedarfsplanung für das Unternehmen notwendig gemacht, sondern wahrscheinlich auch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Letztlich hat das dazu geführt, dass das Projekt unwirtschaftlich wurde. „Das Entgegenkommen des Unternehmens und der Geschäftsleitung war immens“, betonte Bürgermeister Wolfgang Pieper , Aufsichtsratsvorsitzender der Bürgerenergie. Gleichwohl seien die bürokratischen Hürden größer gewesen.

Auf Nachfrage von Ewald Tünte, ob nicht andere Gebäude wie etwa die Marienschule mit Solarstromanlagen belegt werden könnten, sagte Pieper, dass nahezu sämtliche öffentlichen Gebäude geprüft worden seien. Im Fall der Marienschule mache aber der Denkmalschutz eine Umsetzung unmöglich.

Pieper unterstrich, dass die Telgter Bürgerenergie-Genossenschaft ein wichtiger Baustein beim Erreichen der lokalen Klimaziele sei und vor dem Hintergrund der Ausrufung des Klimanotstandes weitere Maßnahmen wünschenswert seien. Denn Klima-Vorsorge sei besser als die Beseitigung der Klimaschäden. Insofern sei die Genossenschaft weiter auf der Suche nach geeigneten Dachflächen.

Friedhelm Beuse, Vorstandsmitglieder der Telgter Bürgerenergie, sagte, dass 2018 das wirtschaftlich stärkste Jahr in der zehnjährigen Geschichte der Genossenschaft gewesen sei. Er präsentierte eine Vielzahl von Zahlen. Daraus ging auch hervor, dass durch die Anlagen bislang rund 1,3 Millionen Kilogramm COeingespart wurden.

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