Eichenprozessionsspinner in Telgte
Auf der Suche nach optimaler Lösung

Telgte -

Christian Bleser, Geschäftsführer des Unternehmens Hygi.de, kümmert sich derzeit auch um eine adäquate Technik zur Beseitigung der Eichenprozessionsspinner. Und er scheint fündig geworden zu sein.

Donnerstag, 04.07.2019, 19:00 Uhr
Bei einer Vorführung konnten sich Mitarbeiter der Stadt, anderer Unternehmen und von Hygi.de über die Wirksamkeit der Innovation aus Emsdetten informieren. Bereits eine Viertelstunde nach der Anwendung konnte man die durch das Verfahren unschädlichen Eichenprozessionsspinner in die Hand nehmen.
Bei einer Vorführung konnten sich Mitarbeiter der Stadt, anderer Unternehmen und von Hygi.de über die Wirksamkeit der Innovation aus Emsdetten informieren. Bereits eine Viertelstunde nach der Anwendung konnte man die durch das Verfahren unschädlichen Eichenprozessionsspinner in die Hand nehmen. Foto: Große Hüttmann

Christian Bleser , Geschäftsführer des Unternehmens Hygi.de, ist derzeit eher weniger in seinem Büro anzutreffen. Denn der Unternehmer hat sich aus dem Alltagsgeschäft ein wenig ausgeklinkt und kümmert sich überwiegend um eine adäquate Technik zur Beseitigung der Eichenprozessionsspinner. „Das ist in meinen Augen eine große gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der wir uns gemeinsam stellen müssen“, sagt der Telgter. Dazu hat er unter anderem Kenan Islek vom städtischen Bauhof mit ins Boot geholt. „In Telgte haben wir den Vorteil der kurzen Wege. Das Ziel ist es, das Beste – spricht wirksamste Mittel – zu erreichen“, sagt Bleser. Daher hatte der Unternehmer kurzfristig das Spezialgerät aus Emsdetten geholt, das mit einer Kombination von 96 Grad heißem Wasser und einem biologisch abbaubaren Spezialschaum die Eichenprozessionsspinner tötet und zugleich die Haare unschädlich macht.

„Die Vorführung war eindrucksvoll, gleichwohl muss die Idee noch ein wenig verfeinert werden“, befand Bauhofleiter Kenan Islek, ein Mann der Praxis. Zwar konnten die Teilnehmer des Projektteams anschließend mit bloßen Händen die getöteten Schädlinge anfassen, da die Haare unschädlich waren. „Aber ein zweiter Arbeitsschritt zur Beseitigung der Überbleibsel ist aus meiner Sicht unumgänglich“, sagte Islek. Das sei ein zusätzlicher Aufwand gegenüber dem aktuell praktizierten Absaugen der Schädlinge.

Am Donnerstag wiederum experimentierten Bleser und sein Team mit Infrarotstrahlern – und das mit einem doppelten Ansatz. Denn zum einen versuchten sie mit den Strahlern, die Schädlinge zu „denaturieren“, also letztlich schonend zu töten. Zugleich liefen Versuche, mit Hilfe der Infrarotlampen dafür zu sorgen, dass sich die Eichenprozessionsspinner wegen der Wärme, die sie suchen, unter den Lampen versammeln, um sie dann gezielt unschädlich machen zu können.

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