Projekt von Stadt Telgte und Nabu
Ein Paradies für Insekten

Telgte -

Blühende Wiesen voller Nahrung für Insekten sind das Ergebnis eines gemeinsamen Projektes von Stadt Telgte und Nabu.

Donnerstag, 11.07.2019, 19:00 Uhr
Sind mit den ersten Ergebnissen des Naturschutzprojektes in der Emsaue sehr zufrieden: (v.l.) Ihno Gerdes vom Städtischen Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt, Bürgermeister Wolfgang Pieper, Landwirt Daniel Everwin und Andreas Beulting vom Nabu.
Sind mit den ersten Ergebnissen des Naturschutzprojektes in der Emsaue sehr zufrieden: (v.l.) Ihno Gerdes vom Städtischen Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt, Bürgermeister Wolfgang Pieper, Landwirt Daniel Everwin und Andreas Beulting vom Nabu. Foto: Flockert

Das Insektensterben bedroht nicht nur andere Wildtiere, denen die Nahrung verloren geht. Auch für die Bestäubung von Pflanzen sind Insekten unverzichtbar. In vielen Bereichen wird nun gegengesteuert. Lebensräume werden geschaffen, um die Insektenvielfalt zu fördern, aber auch um Singvögel zu schützen.

Um die Biodiversität, die biologische Vielfalt, zu erhalten oder gar zu verbessern, haben die Stadt Telgte und der Nabu ein gemeinsames Projekt gestartet, das nun auch schon sichtbar erste Blüten trägt. „So machen wir im Natur- und Umweltschutz einen großen Schritt“, erklärt Bürgermeister Wolfgang Pieper bei einem Ortstermin.

Deutlich wird der Erfolg in den Blühwiesen nördlich der Ems im Bereich der sogenannten „Regionale-Sitzgruppe“ in der Emsaue. Dort wurde in diesem Jahr die 10,6 Hektar große, in städtischem Besitz befindliche und vom Nabu gepachtete Fläche nicht in einem Schwung gemäht, sondern zeitlich versetzt. Das bedeutet, dass die Pflanzen an der einen Stelle ganz heruntergeschnitten wurden, gleichzeitig aber 50 oder 100 Meter weiter ein Blumenmeer und damit ein Paradies für Insekten zu finden ist. Nie sind alle Flächen gemäht, so dass die nützlichen Tiere jederzeit Nahrung finden können. Die Pflegearbeiten geschehen immer in enger Abstimmung mit dem Naturschutzbund, wenn Nabu-Mitarbeiter Andreas Beulting nicht sogar selbst mit auf dm Traktor sitzt.

Auf der südlichen Seite der Ems wurde der Pachtvertrag für ein 20,16 Hektar großes Areal mit dem Landwirt Daniel Everwin bis September 2020 verlängert. Wolfgang Pieper betonte, dass es wichtig sei, das Projekt gemeinsam und in Einvernehmen mit den Landwirten umzusetzen, auch wenn er wisse, dass die verschiedenen Mähzeiten bei den Landwirten zu Einbußen führten. Für die Landwirte wäre es natürlich lukrativer, um Heu zu machen, alle Flächen gleichzeitig mähen zu dürfen. „Aber so ist es für Flora und Fauna wesentlich besser“, weiß der Landwirt. „Auch wir sind auf Bienen und andere Insekten angewiesen.“

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