„Unitymedia“ baut sein Netz in Telgte aus
Mehr Kapazität für schnelle Daten

Telgte -

Das Unternehmen „Unitymedia“, das ein eigenes Kabelnetz betreibt, baut derzeit in größerem Umfang seine Infrastruktur an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet.

Freitag, 12.07.2019, 19:00 Uhr
Auf einem Gelände im Orkotten sind die Glasfaserkabel und andere Technik gelagert, die bald für schnellere Daten sorgen sollen. Mit einer Spezialmaschine erfolgt das Verlegen.
Auf einem Gelände im Orkotten sind die Glasfaserkabel und andere Technik gelagert, die bald für schnellere Daten sorgen sollen. Mit einer Spezialmaschine erfolgt das Verlegen. Foto: Große Hüttmann

Nachdem die Telekom bereits vor einiger Zeit zu den Verteilerkästen im gesamten Stadtgebiet Glasfaser gelegt hat, lässt nun das Unternehmen „ Unitymedia “, das ein eigenes Kabelnetz betreibt, ebenfalls in größerem Umfang seine Infrastruktur an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet ausbauen. In diesem Zusammenhang finden auch Arbeiten längs der Bundesstraße statt, denn im Bereich der Lützowstraße in Münster-Handorf liegt ein Hauptstrang Glasfaser, an den der Anschluss erfolgt.

Von dort aus verlegt das Unternehmen Lorenz-Bau aus dem Bayerischen Wald die Leitungen mit einem sogenannten Bohr-Spülverfahren. Das hat den Vorteil, dass nur in gewissen Abständen Löcher gemacht werden müssen. Die maximale Entfernung von Kopfloch zu Kopfloch bei den Arbeiten in Telgte beträgt rund 200 Meter. Insgesamt werden nach Angaben des Tiefbauunternehmens rund 8,5 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Auftraggeber der Gesamtmaßnahme ist die Firma Gasline, die das Netz wiederum an Unitymedia vermietet.

Im Telgter Stadtgebiet gibt es zwei Hauptstränge. Der eine führt vom Münstertor durch den Orkotten bis in die Drostegärten und endet an der Mozart­straße. Der andere läuft vom Burger King quer durch die Stadt am Rathaus vorbei bis in den Bereich der Planwiese.

Bei der Verlegung der Glasfaser-Haupttrassen geht es darum, zu den einzelnen Verteilstationen eine wesentlich leistungsfähigere Infrastruktur zu legen. An der Schnelligkeit des Netzes wird das nach Angaben eines Unternehmenssprechers – zumindest vorerst – nichts ändern. „Wir haben bereits das schnellste Netz in der Region“, sagt er vollmundig. Aktuell seien schon bis zu 400 Megabit an Datendurchsatz möglich. Vielmehr sei durch die neue Technologie ein weiterer Kapazitätsausbau möglich. Die Maßnahme erfolgt in Abstimmung mit der Stadt Telgte.

Während die Verteilerkästen dann demnächst mit Glasfaser ausgerüstet sind, bleiben die bestehenden Leitungen zu den Häusern bestehen. Im Prinzip werden dabei Glasfaser und Kupferkabel kombiniert. „Das Coax-Glasfaser verknüpft zwei Technologien zu einer Lösung mit hohen Bandbreiten“, betont das Unternehmen. Das sogenannte Backbone-Netz stellt nach Angaben des Unternehmens über viele Netzknoten hinweg eine redundante und zugleich ausfallsichere Technik bereit.

Im Verteilerkasten in der Straße werde das optische Glasfasersignal in ein elektrisches umgewandelt und an das Koaxialkabel übergeben. Der Vorteil dieser als „Fibre-to-the-curb“ (FTTC) bezeichneten Variante: Koaxialkabel sind bereits im Haus verbaut. Vorhandene Leitungen können genutzt werden, was den Modernisierungs- und Investitionsaufwand deutlich reduziert.

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