Raiffeisen Bever Ems und die Raiffeisen-Warengenossenschaft Albersloh-Everswinkel
Fusion auf Augenhöhe bietet neue Chancen

Telgte/Ostbevern -

Die Raiffeisen Bever Ems und die Raiffeisen-Warengenossenschaft Albersloh-Everswinkel wollen fusionieren. Zustimmen müssen dem aber noch die Mitglieder.

Montag, 15.07.2019, 15:30 Uhr
Die beiden Genossenschaften sehen große Chancen in dem Zusammenschluss.
Die beiden Genossenschaften sehen große Chancen in dem Zusammenschluss. Foto: keb

Die Zeichen stehen auf Veränderung bei den landwirtschaftlichen Warengenossenschaften in der Region: Die Raiffeisen Bever Ems und die Raiffeisen-Warengenossenschaft Albersloh-Everswinkel wollen fusionieren. „Wie in den Generalversammlungen unserer Genossenschaften schon mitgeteilt wurde, sind Gespräche mit benachbarten Genossenschaften geführt worden. Im weiteren Verlauf der Gespräche sind die Genossenschaften Albersloh-Everswinkel und Bever Ems zu dem Ergebnis gekommen, dass es sinnvoll ist, nicht nur zusammen zu arbeiten, sondern zukünftig die Geschäftsbetriebe zu fusionieren. Wir sind uns sicher, dass wir so Ertragspotenziale und Zukunftschancen für unsere Kunden gewinnen“, erklären Reinhard Möllers , Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Bever Ems, und Carl Niehues , Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Albersloh-Everswinkel, in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Hintergrund der Fusionspläne seien die aktuellen Herausforderungen wie die Digitalisierung und der starke Strukturwandel in der Landwirtschaft. „Alle Unternehmen der Agrarbranche stehen unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Die Wachstumsmöglichkeiten sind nur noch sehr begrenzt. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe geht zurück, während gleichzeitig die Kosten für unsere Dienstleistungen steigen“, bestätigen die Aufsichtsratsvorsitzenden beider Unternehmen, Burkhard Schulze Pellengahr und Martin Homann-Niehoff. Eine Fusion der beiden Genossenschaften Bever Ems und Albersloh-Everswinkel, auf Augenhöhe, könnte neue Chancen der Entwicklung bieten. „Für unsere Mitglieder bedeutet das: Sie profitieren weiterhin von günstigen Einkaufsbedingungen und können auf qualifizierte Spezialisten für die Beratung und den Verkauf zählen“, so Möllers und Niehues in der Mitteilung weiter.

Welche Gründe führten Vorstand und Aufsichtsrat zu den Fusions-Überlegungen? Was ändert sich bei einer Verschmelzung der Genossenschaften für Kunden, Mitglieder und Handelspartner? Diese und weitere Fragen sollen in neun Regionalkonferenzen im September mit den Mitgliedern intensiv diskutiert werden. Danach werden die Mitglieder der Genossenschaften über die Fusion entscheiden. „Unsere Mitglieder geben ihr Votum ab, ob sie eine solche Entwicklung wünschen und mittragen“, betonen Möllers und Niehues.

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