Friedhöfe in Telgte und Westbevern
Änderung sorgt für einigen Unmut

Telgte/Westbevern -

Die Vorverlegung der Beerdigungszeiten auf den Friedhöfen in Telgte und Westbevern sorgt für Unmut in der Stadt.

Mittwoch, 21.08.2019, 20:00 Uhr
Die Tatsache, dass seit kurzer Zeit katholische Beisetzungen eine Stunde früher als bisher üblich stattfinden, sorgt in Telgte und Westbevern für einigen Unmut.
Die Tatsache, dass seit kurzer Zeit katholische Beisetzungen eine Stunde früher als bisher üblich stattfinden, sorgt in Telgte und Westbevern für einigen Unmut. Foto: cb

Nicht nur die Seniorenmessdiener, die bei katholischen Trauerfeiern auf den Friedhöfen in Telgte und Westbevern meistens im Einsatz sind, sondern auch etliche andere Bürger waren völlig überrascht und können die Entscheidung der Stadtverwaltung nicht nachvollziehen. Die hat nämlich die Beerdigungszeiten auf den Friedhöfen verändert. Entsprechend ist der Unmut bei vielen Friedhofsbesuchern groß.

Seit kurzer Zeit beginnen nämlich Requien mit anschließender Beisetzung bereits um 13 Uhr, also eine Stunde früher, als das bislang der Fall war. Trauerfeiern, das sind Beisetzungen ohne Messe, beginnen nach Auskunft der Kirchengemeinde St. Marien bereits um 12.30 Uhr.

Kritiker monieren unter anderem, dass die Beisetzungen nun genau in der Mittagszeit liegen würden, was beispielsweise für ältere Gläubige, die eine Mittagsruhe machen oder zu dieser Zeit essen würden, schwierig sei.

Zudem müssten sich viele Trauergäste eine ganzen Tag Urlaub nehmen, bislang sei zumindest ein Großteil von ihnen mit einem halben Urlaubstag ausgekommen.

Wie die Stadtverwaltung betont, betrifft die Veränderung nur die katholischen Beisetzungen. Die evangelische Kirchengemeinde habe bereits seit Jahren fest den 13-Uhr-Termin.

„Das Entscheidende für die Veränderung war ein entsprechender Hinweis der Friedhofsgärtner“, sagt Thomas Riddermann, zuständiger Fachbereichsleiter in der Verwaltung. Denn gerade in den Wintermonaten hätten diese die Gräber nicht mehr bei Tageslicht verschließen können, sondern in einigen Fällen unter Scheinwerferlicht arbeiten müssen. Das sei arbeitsschutzrechtlich eigentlich nicht erlaubt. Das Wiederherstellen des Grabes nach einer Beisetzung dauert nach Angaben der zuständigen Friedhofsgärtner rund eine Stunde.

Die Verwaltung habe daraufhin überlegt, in den Wintermonaten Beisetzungen früher, in den Sommermonaten später durchzuführen. Letztlich sei aber allgemeiner Tenor gewesen, dass einheitliche Zeiten im gesamten Jahreszyklus die richtigere Entscheidung wären, so die Verwaltung.

Propst Dr. Michael Langenfeld, derzeit noch im Sommerurlaub, hat zu dem Thema bereits in „St.-Marien-Aktuell“ Stellung genommen. Dort schreibt er: „Da die Kirchengemeinde schon seit Jahren nicht mehr Träger der Friedhöfe ist, kann sie auf die Festsetzung der Beerdigungszeiten keinen Einfluss mehr nehmen.“

Das Thema hat die CDU-Fraktion zum Inhalt eines Antrags an den zuständigen Haupt- und Wirtschaftsförderungsausschusses gemacht, der sich damit am 17. September beschäftigen wird. Darin wird die Stadtverwaltung nicht nur gebeten, die Beweggründe für die Veränderung der Zeiten darzulegen, sondern am Ende machen die Christdemokraten auch deutlich, dass zumindest sie für eine Rückkehr zur alten Regelung sind.  

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