Johanna Eickholt wird Pastoralreferentin
„Wir brauchen mehr offene Dialoge“

Westbevern -

Die gebürtige Westbevernerin Johanna Eickholt wird Pastoralreferentin in St. Otger in Stadtlohn.

Mittwoch, 21.08.2019, 19:00 Uhr
Auf Begegnungen und Glaubensleben mit vielen unterschiedlichen Menschen freut sich die angehende Pastoralreferentin Johanna Eickholt.
Auf Begegnungen und Glaubensleben mit vielen unterschiedlichen Menschen freut sich die angehende Pastoralreferentin Johanna Eickholt. Foto: Bistum Münster

Vielfältig und positiv geprägt soll er sein, der Traumberuf von Johanna Eickholt . Und die 28-Jährige, die eine waschechte Westbevernerin ist, hat ihn gefunden: Nach dreijähriger Ausbildung, deren praktischen Teil sie in der Pfarrei St. Georg Bocholt absolviert hat, wird sie in wenigen Tagen als Pastoralreferentin in St. Otger Stadtlohn eingeführt werden. Drei Wochen später wird sie dann mit 29 Kolleginnen und Kollegen am Sonntag, 29. September, im St.-Paulus-Dom Münster von Bischof Felix Genn beauftragt werden.

Ursprünglich allerdings gingen Eickholts Berufswünsche – trotz klassisch katholisch geprägter Kindheit und Jugend in Westbevern-Vadrup, wo sie sich unter anderem in der Sakramentenkatechese und als Messdienerin engagierte – in eine andere Richtung. Nach dem Abitur studierte Eickholt Geschichte und Latein auf Lehramt. „Das sind bis heute meine Leidenschaften“, gesteht sie. Aber: „Im Praktikum habe ich das Gefühl entwickelt, dass ich als Lehrerin junge Menschen, die sich angestrengt haben und die ich toll finde, durch schlechte Noten würde frustrieren müssen. Um einen vor allem positiven Umgang mit Menschen leben zu können, schien mir der Beruf der Pastoralreferentin am besten geeignet zu sein.“

Dieser Entscheidung folgte das Studium der Religionspädagogik. „Bis dahin war es mir darum gegangen, mit anderen in Gemeinschaft etwas Schönes zu machen. Im Studium aber hat sich mein Glauben vertieft, ich habe erfahren, wie vielfältig Glaube ist“, sagt sie. An das Studium schloss sich die praktische Zeit als Pastoralassistentin in St. Georg an.

Vertrauen und Lust auf Kreativität erhofft sich Eickholt von der Kirche. Denn bei aller Begeisterung für ihren Beruf weiß die junge Frau um die aktuellen Herausforderungen. „Wir brauchen viel mehr offene Dialoge“, ist sie überzeugt, „wir sollten nie Dinge machen, weil sie früher so gemacht haben, sondern uns fragen, was heute gut ist.“ Dazu sei es wichtig, „dass alle Christen sich bewusst werden, dass sie Verantwortung tragen, dass wir erwachsener mit unserem Glauben umgehen und darüber sprechen.“ So schätzt sie Kirche „als den Ort, an dem ich meinen Glauben leben und weitergeben kann.“

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