Anwohnerversammlung zum Kindergartenneubau an der Robert-Schumann-Straße in Telgte
Kritik an Verkehrserschließung

Telgte -

Kritik wurde bei einer Anwohnerversammlung bezüglich der geplanten Kindertagesstätte an der Robert-Schumann-Straße laut. Denn etliche Anlieger befürchten ein Verkehrschaos beim Hol- und Bringeverkehr. Die AWO als Betreiber will die Eltern zum Fahrradfahren animieren.

Freitag, 06.09.2019, 20:00 Uhr
Daniel Frieling von der Arbeiterwohlfahrt, die den neuen Kindergarten an der Robert-Schumann-Straße betreiben soll, erläuterte die aktuellen Pläne.
Daniel Frieling von der Arbeiterwohlfahrt, die den neuen Kindergarten an der Robert-Schumann-Straße betreiben soll, erläuterte die aktuellen Pläne. Foto: Pohlkamp

Eine weitere Kindertagesstätte an der Robert-Schumann-Straße soll bekanntlich im Sommer kommenden Jahres an den Start gehen. Doch bevor es soweit ist, gibt es noch viel zu bedenken: Das ist – zusammengefasst – das Ergebnis einer Anliegerversammlung am Donnerstagabend im Rathaus.

Die 25 Anwesenden, darunter auch Politiker aller Parteien, hörten genau hin, was Bürgermeister Wolfgang Pieper , Baubereichsleiter Markus Weber und Daniel Frieling vom Träger, der Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems, mitzuteilen hatten. Bürgermeister Pieper wies zu Beginn auf den Beschluss des Rates vom 14. Februar hin, den Bolzplatz an der Robert-Schumann-Straße als dauerhaften Standort für den Betrieb einer Kindertagesstätte vorzusehen und zu entwickeln. Am 9. Juli erfolgte die Entscheidung, dass Träger dieser Kindertageseinrichtung die Arbeiterwohlfahrt (AWO) werden soll. In der Einrichtung mit drei Gruppen sollen 55 Kinder, davon 16 im U 3-Bereich, betreut werden.

Daniel Frieling von der AWO präsentierte einen ersten Entwurf, der ein eingeschossiges Gebäude mit Flachdach vorsieht. Geplant sind übrigens auch Schallschutzmaßnahmen im Außenbereich durch die Errichtung einer zwei Meter hohen Lärmschutzwand entlang der Bahnlinie. Zusätzlich präsentierte Frieling ein Konzept, wie der Träger Eltern überzeugen möchte, dass sie ihre Kinder mit dem Fahrrad bringen, um so den motorisierten Verkehr möglichst gering zu halten.

Einigen Zündstoff lieferte dabei die aus Anliegersicht „vollkommen unzureichende verkehrstechnische Erschließung“. Von einer Lösung könne noch nicht die Rede sein, monierte ein Betroffener. Insbesondere die Kurzzeitparkplatzsituation sowie die An- und Abfahrtssituationen über die Robert-Schumann-Straße müssten verbessert werden. Die Anlieger befürchten ein Verkehrschaos. Die Verwaltung wies darauf hin, dass im Rahmen der Baugenehmigung nur vier Stellplätze nachzuweisen seien. Gleichwohl wurde bei der Versammlung gesagt, dass weitere Parkplatzflächen geschaffen würden.

In der Planungsausschusssitzung am 12. September wird das Ganze auf der Tagesordnung stehen. Dann soll die Änderung des Bebauungsplanes auf den Weg gebracht werden. Das Verkehrsgutachten der nts-Ingenieurgesellschaft Münster soll anschließend für die Dauer eines Monates öffentlich ausgelegt werden. „Die Anwohner können innerhalb eines Monates nach dieser Planungsausschusssitzung Eingaben und Anregungen bei der Stadt einreichen“, betonten die Verantwortlichen.

Zur weiteren Bürgerbeteiligung sagte Bürgermeister Pieper auf mehrfachen Wunsch von Anwohnern zu, dass es vor dem endgültigen Beschluss im Rat, voraussichtlich zu Jahresbeginn 2020, eine weitere Versammlung geben werde.

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