Kooperationsprojekt „Waldwoche“ in Telgte
Mit allen Sinnen geforscht

Telgte -

Der Leistungskurs Biologie des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums ging gemeinsam mit den Viertklässlern der Marienschule im Wald auf Spurensuche.

Donnerstag, 12.09.2019, 18:00 Uhr
Das Kooperationsprojekt „Waldwoche“ findet mit dem Bio-Leistungskurs des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums und den vierten Klassen der Marienschule statt.
Das Kooperationsprojekt „Waldwoche“ findet mit dem Bio-Leistungskurs des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums und den vierten Klassen der Marienschule statt. Foto: Pohlkamp

Die Klatenberge entdecken, sie zu erleben und gleichzeitig mit dem Leistungskurs Biologie des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums auf Spurensuche gehen: Das war für 53 Viertklässler der Marienschule mit ihren Klassenlehrerinnen Ingrid Nachtigäller und Bettina Groß eine neue Erfahrung und ein spannendes Erlebnis. Seit einigen Jahren findet dieses Kooperationsprojekt „Waldwoche“ statt. Mit großem Erfolg, wie Dorle Hermes , Projektleiterin und Bio-Lehrerin am Gymnasium, bestätigt.

Mit Lupengläsern und einem Wald-Arbeitsbuch ausgestattet, machten sich die Grundschüler mit ihren Begleitern in kleinen Gruppen zur Exkursion auf. Zwei Stunden forschten, suchten und beobachteten sie im Wald und arbeiteten so mit allen Sinnen.

In dem Arbeitsbuch befinden sich Erklärungen, Zeichnungen und Aufgaben zu insgesamt sieben Stationen. Dort konnten die Antworten eingetragen werden. Etwa zum Thema „Was ist ein Wald?“ oder zur Überschrift „Der Wald als Hochhaus.“ Wer genau hinschaute und hörte, der entdeckte auch einige Tiere des Waldes, etwa einen Specht oder ein Eichhörnchen.

Technisch wurde es bei der Überprüfung der Beleuchtung im Wald. Dazu konnten die „Betreuer“ mit Hilfe einer Luxmeter-Lichtmess-App fürs Handy die unterschiedlichen Lichtverhältnisse exakt bestimmen. An der vierten Station („Der Boden im Wald“) mussten die Schüler zersetzte organische Substanzen untersuchen. Sie durchleuchteten zudem die unterschiedlichen Rinden und Blätter der Bäume.

Bei der fünften Station forschten die Schüler nach den Tieren im Wald. Einige hatten einen toten Baum gefunden und beobachteten Kellerasseln und Ameisen bei ihrer Arbeit. Wenn die Schüler Tiere entdeckten und diese nicht zuordnen konnten, suchten sie mit einem Lupenglas und in Biologiebüchern nach weiteren Hinweisen.

Bei der Spurensuche entdeckten die Schüler Mäuse- und Igel-, Pferde- und auch eine Schlangenspur. Ein anderer Jugendlicher machte sogar eine Wildschweinspur ausfindig. Schließlich waren auch die Pilze des Waldes gefragt.

Nach zwei Stunden war der Waldbesuch beendet. Die Grundschüler hatten viele Eindrücke, Informationen, Blätter, Rindenstücke und Zapfen gesammelt. Am gestrigen Donnerstag wurden die Erlebnisse und Beobachtungen ausgetauscht, bewertet, Lernplakate erstellt und für eine Ausstellung aufbereitet, die die Schülerinnen und Schüler am heutigen Freitag von 13 bis 16 Uhr in den Räumen des Gymnasiums auch interessierten Eltern der Grundschüler zeigen.

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