Telgter Umweltausschuss verabschiedet Maßnahmenbündel
Klimaschutz gibt’s nicht zum Nulltarif

Telgte -

Zum Schutz der Umwelt muss schnell etwas getan werden. Der Umweltausschuss verabschiedete gleich ein ganzes Maßnahmenbündel.

Dienstag, 17.09.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 18.09.2019, 12:42 Uhr
Telgter Umweltausschuss verabschiedet Maßnahmenbündel: Klimaschutz gibt’s nicht zum Nulltarif
Die Stadt Telgte hat ein ganzes Bündel von Maßnahmen zum Klimaschutz verabschiedet. Foto: dpa

Im Mai hat die Stadt Telgte den Klimanotstand ausgerufen. In der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses wurde gleich ein ganzes Maßnahmenbündel verabschiedet. „Das ist ein solides, erfolgsversprechendes und machbares Paket“, erklärte Marco Imberge , der in der Verwaltung für den Klimaschutz zuständig ist. „Im engeren Umfeld ist mir keine Kommune bekannt, die beim Klimanotstand so weit geht. Und das tun wir auch belastbar.“ Imberge ist davon überzeugt, dass dabei auch etwas herauskommen wird. Alle Investitionen im Bereich Klimaschutz seien „gut eingesetztes Geld“. „Klimaschutz ist nicht zum Nulltarif zu haben“, stellte er klar.

Aufbauend auf das „Integrierte Klimaschutzkonzept“ aus dem Jahr 2010 soll für das kommende Jahr die Fortschreibung der Energie- und Klimaziele der Stadt vorbereitet werden. Das Ergebnis soll in ein zu erstellendes Stadtentwicklungskonzept einfließen. Daraus sollen konkrete Maßnahmen für Telgte auf dem Weg zur klimaneutralen Kommune 2040 entwickelt werden.

Trotz der abgeschafften Landesförderung wird die Stadt weiter am European Energy Award teilnehmen. Pro Jahr wird das die Kommune 4900 Euro kosten. Bislang lag der Eigenanteil bei 1500 Euro.

Die Stadt führt ab 2020 eine Kompensation der CO-Emissionen aus der Wärmeversorgung der städtischen Gebäude durch eine Unterstützung von Aufforstungsprojekten ein. Die Wärmeversorgung der städtischen Gebäude verursacht rund 1000 Tonnen CO-Emissionen jährlich. Eine Kompensation kostet nach Angaben der Verwaltung derzeit rund neun Euro pro Tonne. Das entspricht rund vier Prozent der jährlichen Kosten der Wärmeversorgung.

Ferner sollen die Sitzungs- und Beschlussvorlagen des Rates und der Ausschüsse im Vorfeld auf ihre Klimarelevanz überprüft werden. Etwa so wie dies bereits bei gleichstellungsrelevanten Fragen geschieht. Über diesen letzten Punkt müssen allerdings die Ratsmitglieder endgültig entscheiden.

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