Fischaufstiegshilfe an der Ems in Telgte wird erneuert
Moderne Treppe für Forelle & Co.

Telgte -

Die 20 Jahre alte Fischtreppe im Dümmert-Park war in die Jahre gekommen und drohte einzustürzen. Jetzt wird die Aufstiegshilfe erneuert. Die Kosten liegen zwischen 500 000 und 600 000 Euro. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten angeschlossen sein.

Donnerstag, 19.09.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 09:38 Uhr
Ein Bagger hat die alte Trasse der Fischtreppe freigelegt. Bis zum Ende des Jahres soll eine den heutigen Ansprüchen genügende Anlage entstanden sein.
Ein Bagger hat die alte Trasse der Fischtreppe freigelegt. Bis zum Ende des Jahres soll eine den heutigen Ansprüchen genügende Anlage entstanden sein. Foto: Flockert

Im Dümmert-Park wird mit schweren Gerät gearbeitet. Ein Bagger ist im Dauereinsatz. Grund ist die Erneuerung der Fischtreppe unterhalb des Wehres am Emstor an der Mühle Teichert.

Die Maßnahme war notwendig geworden, weil die 20 Jahre alte Fischaufstiegsanlage nicht mehr standsicher war. Die Gabionen-Wände zum Emskolk hin lösten sich langsam auf, so dass die dahinter liegenden Steine herausfielen. „Das Ganze drohte einzufallen. Außerdem erfüllte die Anlage nicht mehr die heutigen Anforderungen“, erläuterte Hermann Berling , Mitarbeiter des Sachgebietes, Entwicklung, Unterhaltung und Ausbau der Ems bei der Bezirksregierung in Münster. Deshalb mussten 5,30 Meter lange Spundbohlen in die Emsböschung eingetrieben werden. Die Anzahl der Becken wird von 24 auf 32 erhöht, da die Fallhöhe von Becken zu Becken nicht mehr als zehn Zentimeter betragen darf. Zudem werden diese ein bisschen größer. Neuere Erkenntnisse über die Fischwanderung machen dies erforderlich. Die Linienführung wird dabei beibehalten.

Die alte Fischtreppe ist trockengelegt worden. Die darin befindlichen Fische wurden abgefischt und in die Ems eingesetzt. Für einige Wochen ist nun keine Fischdurchgängigkeit gegeben.

Die Bezirksregierung hofft, die Maßnahme noch in diesem Jahr abschließen zu können – wenn nicht witterungsbedingt etwas dazwischen kommt. Oder gar Hochwasser für einen Baustopp sorgt.

Die Kosten liegen bei 500 000 bis 600 000 Euro. Die gesamte Erneuerungsmaßnahme wird zu 100 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen bezahlt, da die Ems ein Gewässer erster Ordnung sei, so Berling. Und diese fallen in die Zuständigkeit des Landes.

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