CDU, SPD und FDP wollen nun über das weitere Vorgehen beraten
Kandidatur kommt wenig überraschend

Telgte -

Nicht wirklich überrascht wurden CDU, SPD und FDP von der Ankündigung Wolfgang Piepers, bei der nächsten Wahl noch einmal für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. Ob eine der drei Parteien einen Gegenkandidaten aufstellen wird, ist noch offen.

Mittwoch, 25.09.2019, 18:30 Uhr
Wolfgang Pieper hat seine Kandidatur bei der nächsten Bürgermeisterwahl angekündigt. Jetzt sind die anderen Parteien gefragt.
Wolfgang Pieper hat seine Kandidatur bei der nächsten Bürgermeisterwahl angekündigt. Jetzt sind die anderen Parteien gefragt. Foto: dpa

Wenig überrascht von der Ankündigung Wolfgang Piepers , im kommenden Jahr noch einmal für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, zeigten sich die Fraktionsvorsitzenden von CDU , SPD und FDP.

„Wir haben damit gerechnet, weil Wolfgang in der Bürgerschaft ein beliebter Mensch ist, der viele Sympathien besitzt. Er ist ein Telgter Jung“, sagte CDU-Fraktionschef Christoph Boge . Wie seine Partei auf die Kandidatur reagieren werde, sei noch nicht abschließend besprochen. „Aber wir wollen eine für die Stadt gute Entscheidung hinkriegen.“ Nach der Wahl 2020 sei es auf jeden Fall wichtig, dass die CDU wieder eine starke Ratsfraktion stelle, die auch ein Stück weit als Korrektiv arbeite. Spätestens zu Weihnachten wollen die Christdemokraten entschieden haben, ob sie überhaupt einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken. Erstmals wird der Vorstand der Ortsunion Telgte heute darüber beraten und ein erstes Meinungsbild einholen. „Die Entscheidung muss dann am Ende aber der Stadtverband fällen“, so Boge, der zugibt, dass die Überlegungen „andere gewesen wären, wenn Wolfgang Pieper nicht mehr angetreten wäre“.

„Damit haben wir gerechnet“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Resnischek. „Wolfgang Pieper ist noch nicht so alt. Man hat gespürt, dass er weitermachen will.“ Die SPD begrüße es sehr, dass es jetzt schon Klarheit gebe. „Ich persönlich wünsche ihm eine glückliche Hand bei seiner Kandidatur.“ Für die Sozialdemokraten gibt es zwei Optionen: Denkbar wäre es, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Auf der anderen Seite sei es auch vorstellbar, einen anderen Kandidaten zu unterstützen. Schon 2016 hatte die SPD ihren Wählern empfohlen, ihre Stimme Wolfgang Pieper zu geben. Resnischek erwartet, dass seine Partei die Entscheidung über das weitere Vorgehen im Frühjahr 2020 trifft.

Auch FDP-Fraktionschefin Karin Horstmann zeigte sich wenig überrascht. „Wir zollen Wolfgang Pieper Respekt für seinen außerordentlichen Arbeitseinsatz. Wir schätzen sein rhetorisches Talent. Wir sind auf menschlicher Ebene sehr gut zurechtgekommen. Aber auf der inhaltlich-fachlichen Seite war es oft schwierig“, so Horstmann. „Wir verstehen, dass er 2020 nicht abtritt, denn sein Haus ist nicht bestellt.“ Und das werde ihm bis zur Wahl auch nicht gelingen. Pieper gehe zu viele Projekte gleichzeitig an und überfordere damit die Verwaltung und die finanziellen Möglichkeiten der Stadt. In diesen Punkten sei der Bürgermeister leider „beratungsresistent“. Zur Frage, ob ihre Partei einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken wird, wollte sich Horstmann (noch) nicht äußern.

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