Dritte Bauabschnitt kommt zu den Akten
Baugebiet Telgte-Süd wird kleiner

Telgte -

Das Baugebiet Telgte-Süd wird kleiner als geplant ausfallen, denn der dritte Bauabschnitt wird nicht realisiert.

Mittwoch, 02.10.2019, 19:45 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 19:50 Uhr
Der östliche Teil des geplanten Baugebietes Telgte-Süd, hier ein Blick in diese Richtung, wird sich nicht verändern, denn die Stadtverwaltung hat den dritten Bauabschnitt zu den Akten gelegt.
Der östliche Teil des geplanten Baugebietes Telgte-Süd, hier ein Blick in diese Richtung, wird sich nicht verändern, denn die Stadtverwaltung hat den dritten Bauabschnitt zu den Akten gelegt. Foto: Große Hüttmann

Bei den Planungen für das Baugebiet Telgte-Süd zwischen der Wolbecker und Alverskirchener Straße gibt es eine gravierende Veränderung: Der dritte Bauabschnitt, das sind grob gesagt die Flächen rund um das Lohnunternehmen Rüter, wird nicht realisiert. Damit bekommt das Gebiet im Bereich der Alverskirchener Straße nicht nur eine Beule, sondern es können auch weniger Häuser realisiert werden. Von rund 350 Wohneinheiten, 30 Prozent davon sollen dem öffentlichen Wohnungsbau zugute kommen, mussten die Planer nun auf 250 bis 280 Einheiten abspecken.

Gleich zwei Gründe haben für die Änderung gesorgt: Zum einen hat der Gutachter in der neusten Fassung seiner Geruchsprognose festgestellt, dass die Entwicklung dieses Bereichs aufgrund der hohen Geruchsimmissionen nicht möglich ist.

Der zweite Grund liegt beim Lohnunternehmen Rüter. „Trotz intensiver Bemühungen und konstruktiver Gespräche zwischen der Stadt und dem Betrieb ist es derzeit nicht möglich, eine wirtschaftliche Lösung zur Umsiedlung hinzubekommen“, sagt Bürgermeister Wolfgang Pieper . Daher werde der Betrieb bleiben.

Sowohl was die Hofstelle Bücker im westlichen Teil angeht als auch bezüglich des Hofes Everding direkt am Grünen Weg sind die Probleme wohl aus dem Weg geräumt. Die Hofstelle Bücker im ersten Bauabschnitt wurde durch die Stadt erworben. Der Hof Everding im zweiten Bauabschnitt wird nach Angaben Piepers mit dem Hauptgebäude bleiben und in das städtebauliche Konzept integriert. Der übrige Teil und die landwirtschaftlichen Flächen werden Bauland.

Auch wenn die Gesamtplanung verändert werden musste, die Tangente zwischen Wolbecker und Alvers­kirchener Straße wird zwischen den Höfen Wiewel und dem Lohnunternehmen Rüter zwar ein wenig südlich verschwenkt, aber realisiert.

Wer angesichts einer kleineren Gesamt-Baulandfläche vermutet, die Preise steigen, den belehren erste Berechnungen eines Besseren: „Der Verzicht auf den dritten Bauabschnitt bedeutet auf der einen Seite weniger Aufwendungen für Flächenankäufe und die Herrichtung der Grundstücke, auf der anderen Seite aber natürlich auch weniger Erlöse aus Flächenverkäufen. In Bezug auf die Wirtschaftlichkeit des gesamten Projektes hat die Reduzierung des Plangebietes aber nach ersten Einschätzungen einen positiven Effekt, so dass die zu erwartenden Grundstückspreise niedriger sein dürften als zunächst für das Gesamtgebiet vorausberechnet“, heißt es seitens der Verwaltung.

Vom Zeitplan her könnte die Tangente 2021 gebaut werden. Der erste Bauabschnitt könnte zwischen 2022 und 2025 realisiert werden, anschließend der zweite.

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