Ausstellungscontainer von „Apokalypse Münsterland“ in Telgte
Kulturerlebnis in 3D

Telgte -

Der Ausstellungscontainer von „Apokalypse Münsterland“, ein Kooperationsprojekt von 28 Museen und Ausstellungshäusern im Münsterland, machte am Sonntag in der Emsstadt Station. Zu sehen auch ein Exponat aus Telgte – in ganz besonderer Form.

Sonntag, 06.10.2019, 17:00 Uhr
Auch eine Inszenierung des historischen Hungertuches war zu erleben.
Auch eine Inszenierung des historischen Hungertuches war zu erleben. Foto: Münsterland e.V.

„Das macht Lust auf mehr!“ So klangen am Sonntag viele der Besucher des Ausstellungscontainers von „Apokalypse Münsterland“, einem Kooperationsprojekt von 28 Museen und Ausstellungshäusern im Münsterland. Auf dem Kardinal-von-Galen-Platz in der Telgter Innenstadt hatten Passanten beim Erntedankfest die Gelegenheit, Kulturgüter aus der Region zu erleben – nicht hinter Glas, sondern digital durch Virtual-Reality-Technik in 3D und haptisch durch 3D-Drucke.

„Wir sind begeistert, wie gut die Ausstellung angenommen wird und wie neugierig die Menschen sind“, sagte Projektleiterin Kathrin Strotmann vom „Münsterland e.V.“. Zahlreiche Telgter ließen sich auf das Museum der Zukunft ein, betraten den Container, setzten sich die Virtual-Reality-Brillen auf die Nase und tauchten ein in die Welt der Exponate, in Grabkammern, Kirchen, Maschinen und Gemälde.

Mit dabei: das Telgter Hungertuch. Das teilnehmende Religio hatte im Winter 2018 über seine Homepage, Facebook und Instagram zum Mitmachen aufgerufen und seine Besucher gefragt: Welches Kulturgut wollt ihr vor einer Apokalypse bewahren und warum? Sechs Exponate hatte das Museum im Voraus für die Abstimmung, die bis zum 16. Dezember lief, ausgewählt. Die Wahl der Besucherinnen und Besucher fiel auf das historische Telgter Hungertuch, einem der kostbarsten religiösen Textilien in Deutschland.

Hintergrund von „Apokalypse Münsterland“: Die Zukunft hat ihre Kultur verloren und funkt ein SOS an die Gegenwart. „Helft uns, schickt uns Kultur, die ihr bewahren wollt!“ 2018 hatten über 2000 Besucher in 28 Museen und Ausstellungshäusern der Region den Hilferuf gehört und 28 Kulturgüter ausgewählt, um sie als digitale Botschaft in die Zukunft zu schicken. Die Digitalisierung hatten Studenten der Fachhochschule Münster übernommen. Im Container konnten Passanten nun einen „letzten Blick“ auf die digitalisierten Exponate werfen, bevor sie durch den Container als Sendestation der Zukunft übermittelt werden.

Der Container rollt noch bis zum 19. Oktober durch die Region. Auf seiner Tour macht er an 19 Orten im ganzen Münsterland insgesamt 23 Mal Halt.

 

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