Stadt Telgte beteiligt sich am Einheitsbuddeln
Neue Bäume fürs Klima

Telgte -

Bäume sind gut fürs Klima. Deshalb beteiligt sich die Stadt Telgte am „Einheitsbuddeln“.

Mittwoch, 09.10.2019, 19:00 Uhr
Ihno Gerdes, Marco Imberge und Wolfgang Pieper (v.l.) pflanzten im Rahmen des „Einheitsbuddelns“ an der August-Winkhaus-Straße eine Silberlinde.
Ihno Gerdes, Marco Imberge und Wolfgang Pieper (v.l.) pflanzten im Rahmen des „Einheitsbuddelns“ an der August-Winkhaus-Straße eine Silberlinde. Foto: Flockert

Der Klimawandel schreitet voran. Die Erde erwärmt sich immer schneller. Immer mehr Menschen formieren sich, um die Politiker auf der Welt dazu zu verpflichten, Maßnahmen zu ergreifen und gegenzusteuern. Aber auch im Kleinen kann jeder Einzelne seinen Beitrag dazu leisten, der bedrohlichen Entwicklung entgegenzusteuern.

Gefragt sind natürlich auch die Kommunen. So beteiligt sich die Stadt Telgte – wenn auch fünf Tage zu spät – am sogenannten „Einheitsbuddeln“. Diese Mitmach-Aktion wurde von der Staatskanzlei Schleswig-Holstein zum „ Tag der Deutschen Einheit “ ins Leben gerufen. „Stell dir vor, am 3. Oktober würde jeder Mensch in Deutschland einen Baum pflanzen. 83 Millionen. Jedes Jahr. Ein neuer Wald. Von Nord nach Süd, von Ost bis West. Für das Klima. Und für dich und deine Familie. Für unsere Zukunft“, heißt es auf der dazugehörigen Homepage www.einheitsbuddeln.de. Damit soll eine Tradition geschaffen werden, bei der alle Bürger ihren Beitrag leisten – indem sie selbst den Spaten in die Hand nehmen oder virtuell durch eine Spende für die Pflanzung sorgen, erläuterte Marco Imberge , bei der Verwaltung für Umweltfragen zuständig.

Gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Pieper und Ihno Gerdes, in der Verwaltung ebenfalls mit dem Thema Umweltschutz befasst, pflanzte Imberge an der August-Winkhaus-Straße am Dienstag eine rund zehn Jahre alte Silberlinde. Drei weitere Silberlinden und eine Rosskastanie wurden im Bereich des Schulzentrums in die Erde gebracht. Bei der Baumwahl wurde darauf geachtet, dass die Gehölze an den voranschreitenden Klimawandel angepasst sind und der Insektenförderung dienen. Sie können Frost im Winter ebenso vertragen wie lange Trockenperioden im Sommer.

Marco Imberge betonte, wie wichtig derartige Pflanzaktionen seien. Für den Klimaschutz seien sie unverzichtbar, weil die Bäume COaus der Atmosphäre bänden. „Eine massive Aufforstung kann den Klimawandel bremsen“, so Imberge. Gleichzeitig produzierten Bäume auch noch Sauerstoff.

Nachdem die Stadt den Klimanotstand ausgerufen habe, sei es wichtig, auch zu zeigen, dass Telgte etwas für das Klima tue, betonte Wolfgang Pieper. 30 weitere Bäume würden noch in diesem Jahr gepflanzt. Im nächsten Jahr soll die Aktion fortgesetzt werden.

Pieper ermunterte die Bürger Telgtes, auch in ihren Privatgärten neue Bäume zu pflanzen. Etwas für den Klimaschutz zu tun, sei eine „gemeinsame Anstrengung“.

So mancher Straßenbaum hat die Trockenheit der Sommer 2018 und 2019 nicht überstanden. Diese regelmäßig zu bewässern, ist schwierig. Deshalb ist bei der Stadt nun in Planung, Wassersäcke anzuschaffen, die um den Stamm gelegt werden und aus denen das Wasser langsam heraussickert. Lobend hob Wolfgang Pieper aber auch hervor, dass so mancher Bürger die Straßenbäume vor seiner Haustür mit der Gießkanne gegossen habe. Auch das helfe den Pflanzen.

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