Erweiterung der Klinik Maria Frieden
33 neue Betten in Modulen

Telgte -

Überlegungen habe es schon lange gegeben, doch 2018 sei man in die konkrete Planung zum Bau einer neuen Station eingestiegen, heißt es von der Klinik Maria Frieden in Talgte. Bereits im Sommer 2020 soll der neue Gebäudetrakt mit 33 Betten in Betrieb genommen werden. Die Station ist ausgerichtet auf neurologische Frührehabilitation.

Freitag, 01.11.2019, 09:00 Uhr
Ursula Hedding, Julia Swienty, Christoph Steckelbach, Raphael Bruns und Prof. Dr. Svenja Happe (v.l.) freuen sich auf den Neubau mit 33 Betten für die Klinik Maria Frieden. Bei der Firma Bolle werden bereits die ersten Modulteile gefertigt (kleines Bild).
Ursula Hedding, Julia Swienty, Christoph Steckelbach, Raphael Bruns und Prof. Dr. Svenja Happe (v.l.) freuen sich auf den Neubau mit 33 Betten für die Klinik Maria Frieden. Bei der Firma Bolle werden bereits die ersten Modulteile gefertigt (kleines Bild). Foto: Allendorf

Bisher müssen Patienten bis nach Bad Driburg oder Bad Oeynhausen gefahren oder gar weiter entfernt untergebracht werden, wenn ein Fall der neurologischen Frührehabilitation vorliegt. Zwar werden auch in der Telgter Klinik Maria Frieden solche Patienten behandelt, allerdings ist diese Stufe der Reha in eine anderen Station eingebettet und weist mit einer Zahl von 14 Betten nicht viel Platz aus. „Der Bedarf ist aber einfach da“, sagt Prof. Dr. Svenja Happe , Ärztliche Direktorin und Chefärztin der Neurologie in Maria Frieden.

Überlegungen habe es schon lange gegeben, doch 2018 sei man in die konkrete Planung zum Bau einer neuen Station, die ebendiesem Problem gerecht wird, eingestiegen. Bereits im Sommer 2020 soll der neue Gebäudetrakt in Betrieb genommen werden. Dass dies so schnell geht, ermöglicht eine Modulbauweise. Man habe sich dafür entschieden, weil es am wenigsten Belastung in der Bauphase für Patienten, Mitarbeiter und auch Anwohner gebe. In nur vier Nachtmontagen werden die Module aufgestellt. Alle folgenden Arbeiten spielen sich überwiegend im Inneren des Gebäudes ab.

33 Betten wird die neue Station umfassen. Der neue Gebäudeteil wird in eingeschossiger Bauweise im hinteren Teil des klinikeigenen Geländes errichtet. Dafür mussten drei alte Gebäude weichen, die aber ohnehin abgängig gewesen seien, sagt Christoph Steckelbach, Bauingenieur der FAC‘T GmbH, einer Tochter der Franziskus-Stiftung, zu der auch die Klinik Maria Frieden gehört.

Die eingeschossige Bauweise und der geplante Außenbereich mit Terrassen ermöglichten den Patienten, dass sie beispielsweise auch einmal im Bett rausgeschoben werden könnten, freut sich die kaufmännische Direktorin Julia Swienty auf den Neubau.

Verantwortlich für den Bau ist die Telgter Firma Bolle, die im Ausschreibungsverfahren das Rennen gemacht hat. „Unser Vorteil ist, dass wir die Module in unsren Hallen vollständig vorproduzieren“, sagt Raphael Bruns, Geschäftsführer bei Bolle. Bereits seit der vergangenen Woche werden die ersten Module – zunächst die Bäder – gefertigt. In nur sechs Monaten erstellt die heimische Firma aus Stahlkonstruktionen so das komplette Bauwerk. Bereits über zehn Krankenhausbauten dieser Art hat die Firma bereits gefertigt und bringt dementsprechend viel Expertise mit. Ihr Auftragsvolumen: über vier Millionen Euro. Bis Ende April 2020 sollen alle Module stehen. Anschließend erfolgen der Innenausbau und die Einrichtung.

Mit dem Neubau erhält Maria Frieden eine Station die vollständig auf die Bedürfnisse der Patienten der neurologischen Phase B. zugeschnitten ist. „Diese Phase erfasst Patienten die schwerst betroffen sind und eine schnelle Reha benötigen, um gute Erfolge zu erzielen“, sagt Dr. Happe. Darunter fallen in erster Linie Schlaganfallpatienten und Patienten mit Hirnblutungen. Aber auch andere neurologische Erkrankungen, Bewegungsstörungen oder auch Parkinson.

Doch nicht nur in Sachen Gebäude sattelt Maria Frieden auf. Auch personell muss einiges passieren, damit die Station erfolgreich starten kann. „Wir stellen bereits Mitarbeiter ein, um sie schon jetzt zu schulen und auf die Arbeit auf der Station vorzubereiten“, sagt Pflegedirektorin Ursula Hedding. Insgesamt werden über 50 neue Mitarbeiter in der Klinik eingestellt – aus allen Bereichen.

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