Soulfamily-Jubiläum
Soul-Spektakel epischen Ausmaßes

Telgte -

Stimmung war beim Jubiläumskonzert der Soulfamily im Bürgerhaus garantiert, denn die Musik war im wahrsten Sinne des Wortes mitreißend.

Sonntag, 03.11.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 14:02 Uhr
Stimmung war beim Jubiläumskonzert der Soulfamily im Bürgerhaus garantiert, denn die Musik war im wahrsten Sinne des Wortes mitreißend.
Stimmung war beim Jubiläumskonzert der Soulfamily im Bürgerhaus garantiert, denn die Musik war im wahrsten Sinne des Wortes mitreißend. Foto: Zinkant

In Telgte hatte vor 30 Jahren alles begonnen – in Telgte spielte die Soulfamily auch ihr Jubiläumskonzert: Ehrensache! Denn die erfolgreichste Soulband im Land hat ihre Wurzeln in der Region.

Daher strömten am Samstagabend die Fans in Scharen ins Bürgerhaus, um die ewig junge Formation in Aktion zu erleben. Da wackelte das Gebäude förmlich, und die Stimmung war ausgelassen, ja sie kochte teilweise geradezu über. Ein Soul- und Blues-Spektakel epischen Ausmaßes.

Bereits zu Beginn lag „Heimspiel-Atmosphäre“ in der Luft, als Frontmann Klaus Mußmann (Mr. Big Fat Mad Moose) angekündigt wurde: Ungeduldige Fans riefen „Anfangen!“ – und bereits bei den ersten Takten fuhr die Musik in die Glieder, denn natürlich war der Saal nichts für „Sitz-Hörer“.

Und der Mann, der in Schweden einst quasi vom Elch geknutscht wurde und daher seinen Spitznamen hat, wusste, was die Fans wollten. Erste Aktion: Die drei Sängerinnen einzeln auf die Bühne zu bitten. Die drei – auch als „Funky Chicken of Soul“ bekannt – sorgten einmal mehr für den typische Background-Akkorde und hatten alle auch Solonummern zu bieten, die den Saal mitrissen. „Yeah!“

Im Gegensatz zu den ergrauten Mannen der Band gab es bei den Ladys über die Jahre eine Fluktuation, die Klaus Mußmann einmal „Ausbildungsbetrieb“ nannte. So wird die Soul-Familie jünger und älter gleichzeitig. Doch der Sound ist jung geblieben. Da wäre der fette Bläsersatz der Fünf von der „Matterhorn-Section“, angetrieben von den nicht minder fetten Grooves der Rhythmus-Gruppe mit Schlagzeug, Gitarre, Bass und Keyboard. Und viele Soli wurden an diesem Abend enthusiastisch gefeiert, zuvorderst Trompete, Saxofon und Gitarre. Ruhigere Balladentöne mit Klavierbegleitung waren die absolute Ausnahme.

Das Repertoire stützt sich stets auf viele Klassiker von James Brown bis hin zu den Blues Brothers, zusammengeschweißt aber stets vom unverwechselbaren Sound der Soulfamily und der markigen Stimme von „Mr. Big Fat Mad Moose“.

„Das hier ist mein absolutes Lieblingslied – da will ich euch tanzen sehen!“, rief er gleich zu Beginn. Und singt stracks „Why did you do it?“, One-Hit-Wonder der Band „Stretch” aus den Siebzigern und immer im Vorspann von „Wilsberg” zu hören. Womit der lokale Bezug der Band wieder um die Ecke kam.

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