SPD scheitert mit Antrag
Neun Eingangsklassen

Telgte/Westbevern -

Die SPD ist in der Ratssitzung mit einem Antrag gescheitert, im Schuljahr 2020/2021 mit zehn statt mit den vorgesehenen neun Eingangsklassen zu starten. Vor der Abstimmung hatte die Verwaltung verdeutlicht, aus welchen Gründen man sich für neun Eingangsklassen entschieden habe.

Montag, 04.11.2019, 20:00 Uhr
Neun Eingangsklassen werden im kommenden Schuljahr an den Telgter Grundschulen gebildet. Dafür stimmte eine deutliche Mehrheit der Kommunalpolitiker und entschied sich letztlich gegen eine SPD-Idee, auf zehn Klassen aufzustocken.
Neun Eingangsklassen werden im kommenden Schuljahr an den Telgter Grundschulen gebildet. Dafür stimmte eine deutliche Mehrheit der Kommunalpolitiker und entschied sich letztlich gegen eine SPD-Idee, auf zehn Klassen aufzustocken. Foto: dpa

Soll es neun oder doch zehn Eingangsklassen in den Grundschulen im kommenden Schuljahr 2020/2021 geben? Ein Thema, mit dem sich der Schulausschuss bereits beschäftigt hat, was sie SPD aber in der jüngsten Ratssitzung erneut zur Diskussion brachte. „Eine Erhöhung der Eingangsklassen von neun auf zehn ist gesetzlich möglich“, sagte Klaus Resnischek in der Begründung des Antrages und unterlegte dies mit einem einfachen Rechenbeispiel: 2019 seien 202 Schüler in neun Eingangsklassen eingeschult worden, 2020 müssten hingegen 227 Schüler untergebracht werden. „Das sind 25 mehr und damit eine ganze Klasse“, sagte Resnischek. Um diesem Problem räumlich Herr zu werden, schlug er mobile Raumsysteme vor.

Auch wenn der Wunsch der SPD begründet und ehrenwert sei und auch sicher aus pädagogischer Sicht sinnvoll, so sei es doch bedauerlich, dass dieser Antrag der Sozialdemokraten nicht bereits im Schulausschuss an die Politik herangetragen worden sei, sagte Christoph Boge , Fraktionsvorsitzender der CDU. „Aus dem Stand heute hier eine Entscheidung dazu zu treffen, halte ich für schwierig“, sagte Boge weiter. Denn eine Beteiligung der Schulleitungen könne in dieser Ratssitzung nicht erfolgen.

Auch die Grünen hielten den Ansatz der SPD für richtig, dennoch sei der Zeitpunkt sehr unglücklich gewählt, sagte die Fraktionsvorsitzende Sabine Grohnert. Zumal man im Schulausschuss einstimmig die Zahl der Eingangsklassen festgelegt habe. An dieser Stelle pflichtete ihr Karin Horstmann (FDP) bei.

Aus Sicht der Verwaltung erläuterte Tanja Schnur : Die neun Eingangsklassen seien aufgrund der räumlichen Struktur der Schulen zustande gekommen. Dabei habe nicht nur die Verwaltung entschieden, sondern das Konzept sei mit den Grundschulleitungen entwickelt worden. Bekräftigt wurden die Aussagen der Fachbereichsleiterin von Wolfgang Pieper. Es seien neben der Zahl der Schüler und der Raumstruktur noch weitere Faktoren ausschlaggebend, die für eine Begrenzung der Eingangsklassen auf neun verantwortlich seien. So müssten unter anderem die Schülerströme berücksichtigt und Beförderungsmöglichkeiten neu justiert werden. Außerdem befinde man sich in einem Prozess, in dem man sichere Planungsgrundlagen schaffen wolle, um zu sehen an welcher Stelle ein Anbau Sinn mache, ergänzte Schnur.

Glücklich war die SPD-Fraktion mit den Argumenten nicht und hielt an ihrem Antrag fest. Ein Echo fand das bei den anderen Ratsmitgliedern nicht. Sie votierten bei zwei Enthaltungen gegen den Vorschlag.

In der darauffolgenden Abstimmung für neun Eingangsklassen votierten 27 Ratsmitglieder, bei vier Gegenstimmen der SPD, dafür.

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