Prognose der Telgter Stadtverwaltung vorgelegt
Schülerzahlen im Aufwind

Telgte/Westbevern -

Die Schülerzahlen in Telgte und Westbevern sowohl im Grundschulbereich als auch bei den weiterführenden Schulen steigen laut einer Prognose der Stadtverwaltung in den nächsten Jahren kontinuierlich an, beziehungsweise bewegen sich auf einem gegenüber dem langjährigen Durchschnitt sehr hohen Niveau.

Donnerstag, 07.11.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 08.11.2019, 12:08 Uhr

Keine Frage: Es ist „nur“ eine Prognose und die Zahlen, die Fachbereichsleiterin Tanja Schnur der Politik vorstellte, können sich durchaus noch ein wenig verändern. Aber sie geben eine Tendenz wieder – und die ist klar. Demnach steigen die Zahlen der Schülerinnen und Schüler in Telgte und Westbevern sowohl im Grundschulbereich als auch bei den weiterführenden Schulen in den nächsten Jahren kontinuierlich an, beziehungsweise bewegen sich auf einem gegenüber dem langjährigen Durchschnitt sehr hohen Niveau. Denn, das stellte Schnur in diesem Zusammenhang heraus, Telgte ist eine wachsende Stadt, und besonders aus den bereits existierenden und noch geplanten Neubaugebieten werden neue Schüler hinzukommen.

Zu den Einzelprognosen: Im Grundschulbereich wird nach den vorgestellten Zahlen der Höhepunkt der Welle mit dem Schuljahr 2022/23 erwartet. 248 Schülerinnen und Schüler werden dann als i-Männchen aufgenommen. Das ist der höchste Wert in den 19 Jahren, die in der Prognose beleuchtet werden. Danach geht die Gesamtzahl ein wenig zurück, die Erstklässler-Prognose bewegt sich aber insgesamt auf einem hohen Niveau.

Eine so hohe Zahl an i-Männchen bedeutet natürlich auch, dass dann die Zahl der Klassen erhöht werden müsste. In ihren Berechnungen geht die Fachbereichsleiterin derzeit davon aus, dass die 248 Kinder auf elf Klassen verteilt werden müssen. Das würde für die Brüder-Grimm-Schule dann eine Dreizügigkeit in dem Jahr bedeuten, ist aus den Unterlagen abzulesen.

Die weiterführenden Schulen wird die Welle an Schülern entsprechend zeitversetzt erreichen. Die Sekundarschule an der Marienlinde wird, das sagt die Prognose, 2026/27 mit 122 neuen Fünftklässlern einen Höchststand erreichen. Im Schuljahr 2028/29 wird dann die gesamte Schülerzahl mit 694 am höchsten sein.

Ein ganz ähnliches Bild ergibt sich am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium. Im Schuljahr 2026/27 werden 112 neue Fünftklässler erwartet. Die Gesamtschülerzahl wiederum wird in den nächsten Jahren kontinuierlich ansteigen und im Schuljahr 2029/30 mit 876 einen Höhepunkt erreichen.

Denn, auch das sagte Tanja Schnur vor Kommunalpolitikern: Da die Loburg in Ostbevern auf eine dauerhafte Dreizügigkeit ausgerichtet ist, werde es eine stärkere Nachfrage nach dem Gymnasium in Telgte geben. Zudem hat die Sekundarschule Ostbevern eine Kooperationsvereinbarung mit dem Telgter Gymnasium geschlossen. Zum Schuljahr 2022/23 rechnen die Verantwortlichen mit ersten Wechseln in die Oberstufe nach Telgte.

Fachbereichsleiterin Tanja Schnur sagt im WN-Gespräch angesichts der vorliegenden Zahlen: „Durch die demografische Entwicklung und Veränderungen in der Schullandschaft, auch bei den Betreuungsangeboten, entstehen in den Schulen zusätzliche räumliche Bedarfe. Im Spannungsfeld zwischen pädagogischen Erfordernissen und Hochbauplanung ermittelt die Stadtverwaltung im Rahmen des Schulentwicklungsprozesses gemeinsam mit Schule und Politik die Optionen, um diesen Bedarfen nachzukommen. Diese Erkenntnisse sollen die Basis sein, um gemeinsam mit dem Rat in 2020 über ein Schulinvestitionsprogramm und eine Priorisierung der Maßnahmen zu entscheiden.“

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