Verein „Erinnerung und Mahnung Telgte“
Für Toleranz und gegen Gewalt

Telgte -

Bei einer Vortragsveranstaltung setzte der Verein „Erinnerung und Mahnung Telgte“ ein Zeichen für Toleranz gegen Gewalt.

Sonntag, 10.11.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 12.11.2019, 16:02 Uhr
Der Vorstand des Vereins „Erinnerung und Mahnung Telgte“ traf sich zusammen mit weiteren Mitgliedern und Gästen anlässlich des 81. Jahrestages der reichsweiten Novemberpogrome zu einer Vortragsveranstaltung: (v.l.) Ursula Rüter, Dr. Barbara Elkeles (Vorsitzende), Bernd Köper, Referent Bernd Hammerschmidt, Gertrud Stümper, Prof. Dr. Hans Peter Kröner, Franz-Josef Nospickel und Arnold Michels (zweiter Vorsitzender).
Der Vorstand des Vereins „Erinnerung und Mahnung Telgte“ traf sich zusammen mit weiteren Mitgliedern und Gästen anlässlich des 81. Jahrestages der reichsweiten Novemberpogrome zu einer Vortragsveranstaltung: (v.l.) Ursula Rüter, Dr. Barbara Elkeles (Vorsitzende), Bernd Köper, Referent Bernd Hammerschmidt, Gertrud Stümper, Prof. Dr. Hans Peter Kröner, Franz-Josef Nospickel und Arnold Michels (zweiter Vorsitzender). Foto: Pohlkamp

Ein Zeichen für Toleranz und gegen Gewalt hat der Verein „Erinnerung und Mahnung Telgte“ mit seiner Gedenkveranstaltung am Samstagvormittag im voll besetzten Pfarrheim St. Johannes gesetzt. Anlass waren die Ereignisse in der Reichspogromnacht am 9. November 1938. „Die Familie Mildenberg in Lengerich und Telgte. Verfolgung – Emigration – Wiedergutmachung“ war das Thema dieses Treffens zum 81. Jahrestag.

Als Referenten begrüßte die Vorsitzende Dr. Barbara Elkeles den Lengericher Bernd Hammerschmidt . „Das Gedenken an die Verfolgung ehemaliger jüdischer Mitbürger erhält angesichts der aktuellen antisemitischen Anschläge eine besondere Bedeutung“, betonte Elkeles zu Beginn.

Bernd Hammerschmidt stellte in seinem Vortrag die aus Lengerich stammende jüdische Familie Mildenberg in den Mittelpunkt. Hans Mildenberg, der seine Jugendjahre in Telgte verbrachte, wurde – ebenso wie sein Onkel Hermann – gedemütigt und zur Ausreise aus Deutschland gezwungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg bemühten sich die Vertriebenen um eine materielle Wiedergutmachung für das Leid, das ihnen und ihren Familien während der NS-Zeit zugefügt worden war.

Bernd Hammerschmidt zeichnete den Verlauf der Verfahren und die Schwierigkeiten auf, mit denen die Familie Mildenberg konfrontiert war. Er warf die Frage auf, inwieweit das Unrecht, das jüdische Mitbürger damals erleiden mussten, wieder gutzumachen sei. An den Vortrag schloss sich eine intensive Diskussion an.

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