DNA-Analyse im Genlabor am Telgter Gymnasium
Auf Mördersuche

Telgte -

Auf Mördersuche begaben sich Schüler des Telgter Gymnasiums bei einer DNA-Analyse im Genlabor.

Freitag, 15.11.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 12:01 Uhr
Die Schüler begaben sich im Labor auf Tätersuche.
Die Schüler begaben sich im Labor auf Tätersuche. Foto: Ix

„Wir wollen den Täter ermitteln und das von uns gefundene Ergebnis an die Polizei weitergeben“, sagt Lehrer Philip Austermann mit einem Schmunzeln. Doch worum geht es hier eigentlich? Einen fiktiven Tatort gibt es am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium Telgte. Ein Toter liegt auf dem Boden, der laut Aussagen durch einen stumpfen Schlag mit einem Feuerlöscher ermordet wurde. Es gibt eine Liste von Verdächtigen. Und deren DNA liegt vor.

Das Projekt nennt sich Genlabor und wird jedes Jahr vom Biologie-Leistungskurs der Q2 des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums durchgeführt. Ins Leben gerufen von Philip Austermann, der mit Hilfe der zugehörigen Biologielehrer die Aktion mit den Schülern behandelt.

Ihre Aufgabe ist es, den Fall innerhalb der ersten sechs Unterrichtsstunden aufzuklären. Dazu müssen sie die DNA-Fragmente mit Hilfe der PCR-Methode vermehren. Die DNA kommt in kleine Gefäße und ein Gerät, das Temperaturen hoch und runterfährt, verdoppelt sie schließlich. Der nächste Schritt ist die DNA-Auftrennung. Dadurch kann dann die DNA der möglichen Täter mit der am Tatort gefundenen verglichen werden.

„Es sind ganz viele Laborschritte, und die Schüler müssen supergenau arbeiten“, betont Philip Austermann. Eine hohe Konzentration sei erforderlich. Es dürfe kein Fehler passieren, sonst komme es zu falschen Ergebnissen. Da die Schüler sorgfältig gearbeitet haben, konnte der Mordfall am Ende aufgeklärt werden.

Das Genlabor beinhaltet natürlich auch Theorieunterricht, aber der Großteil ist praktische Arbeit. Und daraus können die Schüler der Q2 sehr viel mitnehmen, da die Themen für den Unterricht und für das Abitur relevant sind. Schülerin Birte Reiners bemerkt: „Das ist sehr interessant, denn man verbindet Theorie und Praxis.“

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