Gedenkfeiern zum Volkstrauertag
„Frieden ist ein fragiles Gut“

Telgte/Westbevern -

Bei zwei Gedenkfeiern, einer in Telgte und einer in Westbevern, gedachten Vertreter der Stadtverwaltung, der Politik, Bürger sowie zahlreiche Vertreter von Vereinen und Verbänden am Sonntag anlässlich des Volkstrauertages der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft.

Sonntag, 17.11.2019, 16:58 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 15:20 Uhr
Mitglieder des MGV Telgter Liedertafel 1872 gestalteten die Gedenkfeier am Ehrenmal in Telgte musikalisch mit. Zahlreiche Fahnenabordnungen nahmen ebenfalls teil.
Mitglieder des MGV Telgter Liedertafel 1872 gestalteten die Gedenkfeier am Ehrenmal in Telgte musikalisch mit. Zahlreiche Fahnenabordnungen nahmen ebenfalls teil. Foto: Große Hüttmann

Volkstrauertag in Telgte und Westbevern

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„Der Volkstrauertag mit seiner langen Tradition ist gerade in der heutigen Zeit ein besonders wichtiger Gedenktag. Denn er ist heute nicht mehr, wie anfänglich, ein Tag der Trauer, sondern vielmehr ein Tag der Mahnung, ein Tag gegen das Vergessen und ein Tag für den Frieden“, betonte Stephan Herzig , Allgemeiner Vertreter des Bürgermeister, bei der Veranstaltung am Ehrenmal in Telgte.

Er sprach davon, dass der Frieden in Europa heutzutage leider ein „fragiles Gut“ geworden sei. Umso mehr seien beispielsweise die Städtepartnerschaften, die Telgte mit Stupino in Russland, Polanica Zdrój in Polen und Tomball in den USA pflege, ein Beitrag zur Völkerverständigung und zur Weltoffenheit.

Herzig betonte, dass es auch 80 Jahre nach Kriegsbeginn wichtig sei, die Erinnerung an die NS-Vergangenheit und die Opfer der Kriege wach zu halten. Auch wenn vielen jüngeren Menschen heute die direkte Betroffenheit verständlicherweise fehle, so seien solche Gedenktage dazu da, diese schrecklichen Ereignisse in der Allgemeinheit wieder bewusst zu machen und ein Nachdenken anzustoßen.

Musikalisch wurde die Gedenkfeier vom MGV Telgter Liedertafel 1872 unter der Leitung von Georg Höing gestaltet. Fahnenabordnungen zahlreicher Vereine und Verbände nahmen genauso wie etliche Ratsvertreter an der Veranstaltung teil. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr legten zwei Kränze am Ehrenmal nieder.

„Die Vergangenheit soll uns lehren, in der Zukunft besser und überlegter mit Ereignissen im weltlichen oder privaten Bereich umzugehen und die Vernunft walten zu lassen“, stellte Bürgermeister Wolfgang Pieper bei seiner Ansprache zum Volkstrauertag am Ehrenmal an der Pfarrkirche in Westbevern-Dorf heraus. „Mehr als 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg und 80 Jahre nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs gedenken wir der Menschen, die Opfer der Kriege geworden sind. Wir zollen ihnen mit der Gedenkfeier auch Respekt. Der Volkstrauertag, den es seit 1920 gibt, ist ein Tag des Gedenkens und der Besinnung“, betonte der Bürgermeister.

Auch Reinhard kleine Schlarmann, Vorsitzender der Bürgerschützenvereins Westbevern-Dorf, der die Gedenkfeier ausgerichtet hatte, stellte den Volkstrauertag als Mahnung für die Zukunft heraus und forderte alle dazu auf, alles Menschenmögliche für den Frieden zu tun.

Der Vorsitzende dankte Bürgermeister Wolfgang Pieper für die Ansprache und Propst Dr. Michael Langenfeld für die Gestaltung des Gottesdienstes vor der Gedenkfeier. Zudem freute sich kleine Schlarmann über zahlreiche Abordnungen örtlicher Vereine mit Fahnen.

Musikalisch wurde die Feierstunde durch den Musikzug Westbevern-Dorf untermalt. Norbert Hüttmann und Cornelius Weiligmann legten einen Kranz vor dem Ehrenmal nieder.

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