Wasser- und Bodenverband
Ökologie der Gewässer stärken

Telgte -

Der Wasser- und Bodenverband erarbeitet ein Maßnahmenpaket, um die Ökologie der Gewässer im Verbandsgebiet zu stärken.

Freitag, 29.11.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 01.12.2019, 09:04 Uhr
Die Gewässer im Verbandsgebiet wurden wieder einer genauen Prüfung unterzogen.
Die Gewässer im Verbandsgebiet wurden wieder einer genauen Prüfung unterzogen. Foto: Große Hüttmann

Mit zahlreichen Maßnahmen will der Wasser- und Bodenverband in den nächsten Jahren die Ökologie der Gewässer, Bäche und Vorfluter stärken. Das kündigte Verbandsvorsteher Paul Holtkamp am Rande der jährlichen Gewässerschau an.

Das größte Projekt ist dabei der Wieder-Anschluss eines Altarmes im Bereich Lütken Esch in Westbevern. Bereits seit längerer Zeit laufen die Planungen dafür, allerdings sind nach Angaben des Verbandes noch einige Vorbereitungen nötig. Dabei gehe es unter anderem um letzte Detailfragen beim Flächentausch sowie Fragen, die durch das Bodengutachten aufgeworfen worden seien.

Bis Ende März kommenden Jahres will der Wasser- und Bodenverband einen Maßnahmenplan fertig haben, wie eine weitere ökologische Aufwertung der Gewässer erfolgen kann. Der Einbau von Totholz ist dabei nur ein Aspekt. Zudem hat der Verband bei der Gewässerunterhaltung verschiedene Veränderungen angestoßen. Im Bereich Westbevern werden zwei Abschnitte nicht mehr gepflegt, da die Fachleute davon ausgehen, dass aufgrund des Gefälles eine Art Selbstreinigungseffekt ausreicht. Zudem fanden bereits erste Versuche statt, die Böschungsseiten jährlich nur noch abwechselnd zu mähen, das Mähen der Sohle auszusetzen oder auch ein Teilstück zu bearbeiten, das nächste hingegen eine Zeit lang unbearbeitet zu lassen. „Das Ziel ist es dabei vor allem, etwas für die Ökologie zu tun“, sagt Paul Holtkamp. Ein weiterer positiver Nebeneffekt sei, dass der Unterhaltungsaufwand und damit letztlich auch die Kosten reduziert werden könnten.

Zudem würden in der Wöste einige Durchlässe und Überfahrten, die nicht mehr notwendig seien, beseitigt, um die Durchlässigkeit der Gewässer dort weiter zu optimieren.

Eine Mammutaufgabe war für den Wasser- und Bodenverband auch die komplette digitale Erfassung sämtlicher Gewässer. Das Projekt seit weitgehend abgeschlossen, so der Verbandsvorsteher. Er geht davon aus, dass im kommenden Jahr sämtliche Restarbeiten erledigt werden könnten. Die Digitalisierung wiederum ist die Grundlage, damit die Unterhaltungsarbeiten 2021, so wie es die Vorschrift fordert, europaweit ausgeschrieben werden können.

Den aktuellen Zustand der Gewässer in Telgte und Westbevern bezeichnete Holtkamp nach der Verbandsschau als gut. „Ich glaube, wir waren noch nie so schnell mit unserer Prüfung fertig“, sagte er. Beanstandungen habe es so gut wie keine gegeben.

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