Emsradweg zum Haus Langen in Westbevern
Poller gefallen nicht allen

Telgte -

Die Arbeiten am Emsradweg zwischen der Emsbrücke und dem Haus Langen sind abgeschlossen. Die Kosten betragen rund 250 000 Euro. 70 Prozent werden aus Fördertöpfen des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. Den Rest trägt die Stadt. Ein Poller stoppt den Autoverkehr.

Freitag, 29.11.2019, 20:00 Uhr
Poller sorgen seit Kurzem dafür, dass Verkehrsteilnehmer, die den Weg als Abkürzung genutzt haben, nun gestoppt werden und umkehren müssen.
Poller sorgen seit Kurzem dafür, dass Verkehrsteilnehmer, die den Weg als Abkürzung genutzt haben, nun gestoppt werden und umkehren müssen. Foto: Große Hüttmann

Trotz der nassen Witterung herrscht reger Betrieb auf dem Weg zwischen der hölzernen Emsbrücke und Haus Langen. Auch außerhalb der klassischen Radfahrsaison ist die Strecke augenscheinlich viel befahren.

Das ist auch die Beobachtung von Tim Jungmann . Der Mitarbeiter der Telgter Stadtverwaltung hat den Ausbau dieses rund 1050 Meter langen Wegstücks federführend begleitet, und er ist sich sicher: „Das war eine gute Entscheidung, denn hier sind viele Radfahrer unterwegs.“

Denn der Zustand vor Beginn der Sanierungsarbeiten entsprach nicht den Anforderungen eines Emsradweg-Teilstücks. Knapp 600 Meter dieses Abschnittes hatten bislang eine wassergebundene Decke, die aber immer wieder zur Schlaglochpiste wurde. Große Pfützen prägten nach längerem Regen regelmäßig das Bild. Im nördlicheren Bereich existierte bereits eine Asphaltdecke, die aber löchrig und porös war und nun ebenfalls erneuert wurde.

Der Weg verfügt nun über eine drei Meter breite Asphaltdecke. An beiden Seiten wurden zudem jeweils 40 Zentimeter breite Rasengittersteine eingebaut. Das war nach Angaben der Stadtverwaltung notwendig, damit die Land- und Forstwirtschaft den Weg mit ihren breiten Geräten auch weiter nutzen kann. Außerdem habe die befestigte Bankette den Vorteil, dass der Straßenrand nicht kaputtgefahren werde.

Die Kosten betragen – die genaue Endabrechnung erfolgt noch – rund 250 000 Euro. 70 Prozent werden aus Fördertöpfen des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. Den Rest trägt die Stadt.

Poller sorgen ab sofort in Höhe der hölzernen Brücke dafür, dass Pkw-Fahrer, die den Weg als Abkürzung nutzen wollen, keine Chance mehr haben. Die Sperrung gefällt nicht jedem. Als Tim Jungmann im Beisein von Vertretern der bauausführenden Firmen den Weg abnimmt, schildert ihm eine Anliegerin ihre Bedenken. „Meine Eltern wohnen in Vadrup, und ich muss jetzt immer einen riesigen Umweg fahren“, sagt sie.

Umstritten war die Maßnahmen auch bei Umweltverbänden. Diese hatten sich im Laufe des Verfahrens zu Wort gemeldet und ihre Bedenken geltend gemacht.

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