Unbefriedigende Situation für Radfahrer am Münstertor in Telgte
Einfache Lösung mit Haken

Telgte -

Die derzeit für Radfahrer unbefriedigende Verkehrs- und Sicherheitssituation am Münstertor war Thema im Planungsausschuss. Rolf Suhre vom Büro nts hat sechs Lösungsmöglichkeiten entwickelt. Die preisgünstigste hält er dabei für am besten geeignet. Es gibt aber auch einen Haken.

Montag, 02.12.2019, 20:00 Uhr
Für Radfahrer ist die Verkehrssituation am Münstertor derzeit nicht wirklich zufriedenstellend. Jetzt wird nach Verbesserungsmöglichkeiten gesucht.
Für Radfahrer ist die Verkehrssituation am Münstertor derzeit nicht wirklich zufriedenstellend. Jetzt wird nach Verbesserungsmöglichkeiten gesucht. Foto: Große Hüttmann

Ein maroder Geh- und Radweg und eine für stadteinwärts fahrende Radler derzeit unbefriedigende Verkehrs- und Sicherheitssituation: Das ist die Ausgangslage am Münstertor. Deshalb hat die Verwaltung Rolf Suhre vom Büro nts beauftragt, Lösungsmöglichkeiten bei einem weitgehenden Erhalt der vorhandenen Bäume zu erarbeiten. Die Ergebnisse wurden den Mitgliedern des Planungsausschusses vorgestellt.

Insgesamt sechs verschiedene Varianten hatte der Experte dabei geprüft. Die Palette reichte von einer Sanierung des kombinierten Geh- und Radweges bei einem gleichzeitigen Anlegen eines Schutzstreifens für stadteinwärts fahrende Radler bis zu einem kombinierten Geh- und Radweg beidseitig der Straße.

Am Ende war das Ergebnis der Untersuchung eindeutig: Die am einfachsten umzusetzende und auch preisgünstigste Variante ist aus Sicht des Verkehrsplaners zugleich die beste. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus einem Schutzstreifen für Radfahrer – analog etwa zu den Markierungen auf der Alverskirchener- und Wolbecker Straße – stadteinwärts und der Sanierung des Geh- und Radweges auf der anderen Straßenseite.

Allerdings hat das Ganze einen Haken: Denn die Baumscheiben, die bislang als Geschwindigkeitsbremse dienen, müssten wegfallen. Denn die sah Fachplaner Rolf Suhre als Sicherheitsrisiko auf die Radler an, sollte der Schutzstreifen realisiert werden. Denn in diesen Bereichen müssten sich die Radler bei einem Erhalt der Baumscheiben in den Verkehr einfädeln, was sehr kritisch zu sehen sei.

Kritisch wiederum sah Gerd Klünder (Grüne) den Wegfall dieser Bäume. Angesichts des Klimawandels gehe es nicht nur darum, Bäume zu erhalten, sondern vielmehr viele neue zu pflanzen.

Christoph Boge (CDU) schlug daher vor, auf der gegenüberliegenden Straßenseite mindestens im gleichen Maße neue Exemplare zu pflanzen oder alternativ Anwohner von Pflanzaktionen auf ihren Flächen zu überzeugen.

Detlev Dierkes (FDP) sah den Schutzstreifen für Radfahrer als eine sehr gute Lösung an. Er sei „vom Saulus zum Paulus“ geworden, gestand er in der Diskussion ein. Denn bevor entsprechende Fahrbahnmarkierungen auf der Wolbecker Straße angelegt worden seien, sei er ein bekennender Gegner dieser Maßnahme gewesen. Als Fahrradfahrer und nahezu täglicher Nutzer besagter Straße habe sich seine Haltung völlig verändert.

Am Ende bekam die Stadtverwaltung einstimmig den Auftrag, die weiteren Planungen voranzutreiben und die Kosten zu ermitteln.

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