Telgter Bürgerenergie Genossenschaft
Kein Zuschuss der Stadt

Telgte -

Die Telgter Bürgerenergie Genossenschaft muss die Kosten für Demontage und Einlagerung der Module auf der Dreifachhalle alleine tragen, wenn die Halle saniert wird.

Donnerstag, 19.12.2019, 20:00 Uhr
Wenn im kommenden Jahr für die Sanierung der Dreifachturnhalle die Photovoltaikmodule abgebaut werden müssen, dann wird die Telgter Bürgerenergie Genossenschaft dafür keinen städtischen Zuschuss bekommen, sondern die Kosten alleine tragen müssen.
Wenn im kommenden Jahr für die Sanierung der Dreifachturnhalle die Photovoltaikmodule abgebaut werden müssen, dann wird die Telgter Bürgerenergie Genossenschaft dafür keinen städtischen Zuschuss bekommen, sondern die Kosten alleine tragen müssen. Foto: Beckmann

Wenn im kommenden Jahr die Dreifach-Turnhalle saniert wird, sind auch umfangreichere Arbeiten im Dachbereich des städtischen Gebäudes notwendig. Eigentlich kein Problem, aber auf dem Dach ist seit Jahren eine Photovoltaikanlage der Telgter Bürgerenergie Genossenschaft installiert. Das bedeutet, mit einem Kostenaufwand von geschätzt 20 000 bis 25 000 Euro muss die Anlage demontiert und eingelagert werden. Zudem produziert sie während dieser Zeit keinen Strom.

Sollte sich die Stadt als Eigentümerin der Sporthalle und Auftraggeberin der Sanierungsarbeiten an den Kosten für die Demontage und Einlagerung der Module beteiligen oder nicht? Darüber gingen im Rat die Meinungen weit auseinander. Gerd Klünder (Grüne) hatte das Thema, das bereits im Finanzausschuss eine Rolle gespielt hatte, dort erneut thematisiert.

„Es ist schon erstaunlich, dass das Thema in den Rat zurückgeholt wird“, zeigte sich Christoph Boge ( CDU ) überrascht. Denn die Vertragsbedingungen seien glasklar, so der Kommunalpolitiker. Die sähen nämlich vor, dass die Telgter Bürgerenergie Genossenschaft die Kosten für den Abbau und die Einlagerung der Anlage tragen müsse. „Unverständlich ist für uns, warum die Allgemeinheit einen Teil der Kosten für so eine kleine Gruppe tragen soll“, sagte er und verwies unter anderem auf das Wasserkraftrad an Mühle am Emstor, das seit dem Beginn der Bauarbeiten für die Fischtreppe still stehe. In diesem Fall sei kein Antrag auf einen Zuschuss gestellt worden.

Die Verwaltung, erläuterte Bürgermeister Wolfgang Pieper, halte eine Kostenteilung durchaus für gerechtfertigt. Denn in Sachen Klimaschutz sei die Telgter Bürgerenergie Genossenschaft quasi ein „Verbündeter der Stadt“ und die Photovoltaikmodule ein wichtiger Baustein bei den kommunalen Klimaschutzbemühungen.

Noch eine Menge Fragen waren indes bei Klaus Resnischek (SPD) offen. „Wir haben gehört, dass durch Veränderungen an der Dachform der Turnhalle die Unterkonstruktion der Module angepasst werden muss“, sagte er unter anderem. Er sah einen städtischen Zuschuss als durchaus möglich an, allerdings versehen mit einem Sperrvermerk und erst nach Klärung aller offenen Fragen.

Ein klares Nein gab es auch von Dr. Hartmut Pfeiffer (FDP). Zwar stehe die Genossenschaft mit ihren Anlagen für die Erzeugung von Strom aus regenerativen Energien, was wichtig sei, gleichwohl handele es sich um eine Gruppe, die eine Gewinnerzielungsabsicht habe. Auch vor dem Hintergrund der klaren Verträge habe die TBE nach Meinung seiner Fraktion die Kosten zu tragen.

Mit den Stimmen von CDU und FDP wurde der Antrag der Grünen, 25 000 Euro, versehen mit einem Sperrvermerk, im Haushalt vorzusehen, abgelehnt.

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