Wohn- und Geschäftshaus zwischen Stein- und Königstraße geplant
Wohnen im Schatten des Museums

Telgte -

Ein Neubauprojekt ist an der Stein- und Königstraße auf dem Homoet-Areal geplant. Entstehen soll ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus. Für die Drogeriemarktkette ist dann kein Platz mehr.

Freitag, 20.12.2019, 20:00 Uhr
Investor Johannes Averbeck hat das Homoet-Areal an der Steinstraße gekauft und will in Zusammenarbeit mit Architekt Edmund Meyer ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus an dieser Stelle verwirklichen.
Investor Johannes Averbeck hat das Homoet-Areal an der Steinstraße gekauft und will in Zusammenarbeit mit Architekt Edmund Meyer ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus an dieser Stelle verwirklichen. Foto: Große Hüttmann

Ein Neubauprojekt – eine Kombination aus einem Wohn- und Geschäftshaus – ist an der Stein- und Königstraße auf dem Homoet-Areal quasi im Schatten des Kornbrennereimuseums vorgesehen: Investor Johannes Averbeck und Architekt Edmund Meyer planen auf der Fläche – von der Steinstraße aus gesehen zwischen der Fleischerei Hansen und dem Kodi-Markt – einen Neubau mit 21 Wohneinheiten sowie in vier Geschäftslokalen zusammen rund 350 Quadratmetern Gewerbeflächen.

Die Gewerbeflächen sind im Erdgeschoss vorgesehen und richten sich nach Angaben von Planer Edmund Meyer „nach dem Bedarf“. Das bedeutet, die Ladengrößen liegen jeweils unter 100 Quadratmetern. Ein großflächiger Einzelhandel, das ist aktuell noch der Rossmann-Drogeriemarkt mit rund 450 Quadratmetern Fläche im ehemaligen Kinosaal, ist in den Skizzen nicht mehr vorgesehen.

Der Drogeriemarkt hat nach eigenen Angaben zum Ende des Jahres 2020 gekündigt. Interesse am Standort Telgte, das betont Pressesprecher Josef Lange, habe das Unternehmen nach wie vor. Die Fläche an der Steinstraße indes, das betont das Unternehmen ebenfalls, „entspricht unseren Anforderungen nicht mehr“.

„Dafür gibt es an dieser Stelle und in dieser Größe auch keine Interessenten“, sagen Investor und Planer im Gespräch: Ihrer Ansicht nach würden die großflächigen Einzelhandelsstandorte am Orkotten den Bedarf bereits decken und den Einkauf mit groß angelegten Parkplätzen erleichtern.

Wohnungen seien jedoch in der Altstadt gefragt, und politisch gewollt. Somit wolle der Investor mit 21 zusätzlichen Mietwohnungen dem Wunsch nach innerstädtischen Wohnraum nachkommen. Unterschiedliche Wohnungszuschnitte und Größen zwischen 50 und 140 Quadratmeter mit Terrassen, Loggien und Dachterrasse sind vorgesehen. Der Drogeriemarkt ist mit Wohnungen bis zur Königstraße überplant worden.

Das Kornbrennereimuseum soll „von den Anbauten befreit werden“, so dass es mit Wegen und Grünanlagen besser zur Wirkung kommen soll, betonen Planer und Investor.

Die First- und Traufhöhen für die Neubaupläne richten sich nach Angaben von Edmund Meyer nach den Gebäuden in der Steinstraße, so dass auch auf dem Homoet-Grundstück drei Geschosse entstehen sollen, höher als im Alt-Bestand.

„Der Rat hat die Festsetzung der Gebäudehöhen für das Kerngebiet bereits für die Münsterstraße und Kapellenstraße umgesetzt, damit das historische Straßenbild in der Altstadt erhalten bleibt“, erläutert der Architekt seine Sicht.

Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Vorhaben zu schaffen, will der Investor dem Rat bald einen Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes vorlegen.

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