Freundeskreis Guatemala
Lebensmittel selbst anbauen

Telgte -

Seit 1992 engagiert sich der Freundeskreis Guatemala in dem mittelamerikanischen Land. Auch 2019 wurde wieder eine Menge erreicht. Ein Erfolg ist, dass viele Schulen, die der Freundeskreis unterstützt, ihre Gärten mittlerweile nach den Prinzipien der Permakultur bewirtschaften.

Donnerstag, 02.01.2020, 20:00 Uhr
Auch in Vasconcelos (oben) wurde das neue Dach aus Bambus konstruiert. Hier ein Baustellen-Bild aus dem Juli. Wie in El Adelanto bauen viele Schulen Lebensmittel für den eigenen Bedarf an.
Auch in Vasconcelos (oben) wurde das neue Dach aus Bambus konstruiert. Hier ein Baustellen-Bild aus dem Juli. Wie in El Adelanto bauen viele Schulen Lebensmittel für den eigenen Bedarf an. Foto: FZA

Neue Klassenräume, bewährte Kooperationen und durchdachte Gärten: Der Freundeskreis Guatemala blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Bereits seit 1992 engagiert sich der Verein in Mittelamerika. „Trotzdem ergeben sich immer wieder neue Blickwinkel“, sagt der Vorsitzende des Freundeskreises, Andreas Hellmann . Ein Beispiel: Viele Schulen, die der Freundeskreis unterstützt, nutzen ihre Gärten mittlerweile nach den Prinzipien der Permakultur (siehe Kasten).

„In den vergangenen drei Jahren hat die Arbeit in den Gärten mehr Bedeutung und auch eine andere Qualität bekommen“, sagt Andreas Hellmann. Die Schüler lernen die Grundsätze der Permakultur kennen und setzen sie vor Ort um. Im Jahr 2019 lag der Schwerpunkt auf dem umsichtigen Umgang mit Wasserressourcen und der Abfallverwertung. Zusätzlich ging es eine grundsätzliche Verbesserung der Schulgärten. Unterstützung erfahren Schüler und Lehrer dabei von der Universität del Valle de Guatemala. 13 Studierende, allesamt angehende Agrarwissenschaftler, haben vor Ort bei der Gestaltung der Gärten geholfen. Die frischen Lebensmittel aus den Gärten werden in den Schulküchen für die täglichen Mahlzeiten genutzt.

Kern der Vereinsarbeit bleibt aber der Bau neuer Klassenräume. Im vergangenen Jahr war der Freundeskreis in zwei Orten aktiv. In Maya Kaqchikel sind pünktlich zu Weihnachten zwei Räume fertig geworden. In Vasconcelos lernen die Schüler in drei neuen Räumen. Die 30 000 Euro dafür hat das Gymnasium St. Mauritz aufgebracht.

Das nächste Projekt hat der Freundeskreis Guatemala auch schon im Blick. In der Schule „Ciencias Comerciales“ in Sololá werden Schüler zu Buchhaltern ausgebildet. „Die Nachfrage ist stark gewachsen“, berichtet Andreas Hellmann. Deshalb sollen jetzt mit Unterstützung aus Telgte und Umgebung neue Klassenräume entstehen.

Spenden für die Arbeit des Freundeskreises Guatemala sind möglich auf das Konto des Vereins (IBAN: DE69 4005 0150 0060 0421 08) bei der Sparkasse Münsterland-Ost (BIC: WELADED1MST).

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