79. Krippenausstellung in Telgte
Krippe aus leeren Flaschen

Telgte -

Die in England geborene Telgterin Catherine Dreher hat aus einer kleinen Flaschensammlung eine Weihnachtskrippe „gebaut“. Es handelt sich dabei um eine „kritische Krippe“, die sich mit dem Weihnachtskonsum, dem Festessen und Festtrinken auseinandersetzt.

Dienstag, 07.01.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 09.01.2020, 14:06 Uhr
Catherine Dreher zeigt auf der 79. Krippenausstellung im Religio ihre Variante aus leeren Flaschen.
Catherine Dreher zeigt auf der 79. Krippenausstellung im Religio ihre Variante aus leeren Flaschen. Foto: Pohlkamp

Eine Sammlung aus verschiedenen Flaschen sieht auf den ersten Blick nach einem Trinkgelage aus, wie sie vielleicht zu Weihnachten irgendwo stattgefunden hat. Die in England geborene Telgterin Catherine Dreher hat aus einer kleinen Flaschensammlung eine Weihnachtskrippe „gebaut“.

Es ist sicherlich eine kritische Krippe, die sich mit dem Weihnachtskonsum, dem Festessen und dem Festtrinken auseinandersetzt. Zu sehen ist sie in der 79. Krippenausstellung im Museum Religio. Catherine Dreher ist zum ersten Male mit einer Krippe in der Ausstellung vertreten. Und das gleich mit einer Darstellung, die für Gesprächsstoff und Diskussion sorgen kann.

Dabei ist für Catherine Dreher das Religio bereits seit 18 Jahren zur dritten Heimat geworden: Seit 2001 führt sie in der Vorweihnachtszeit Grundschulklassen durch die Krippenausstellung und feiert mit ihnen eine englische Weihnachtsparty – natürlich alles auf Englisch.

Aus der gesamten Region und aus dem Ruhrgebiet kommen bis zum vierten Advent Schulklassen und sind begeistert. Zu der aktuellen Krippenausstellung kamen 36 Gruppen. Über 13 500 Schülerinnen und Schüler erlebten die Telgter Krippenausstellung.

Jetzt hat sie zum ersten Mal eine eigene Krippe ausgestellt. Weil sie außergewöhnliche Flaschen sammelt und Mandarinenkisten stapelte, wuchs in ihr die Idee, mit Glasflaschen und leeren Kisten eine Weihnachtskrippe zu bauen. Das ist ihr gelungen. Wer sich mit ihrer kreativen Darstellung auseinandersetzt, erkennt interessante Details.

Beispiel Maria: Die Flasche mit der großen Rose hat sie am Muttertag in England gekauft. Schon beim Kauf hatte sie die Idee, dass diese „Rosenflasche“ Maria darstellen soll. Und für den Josef fand sie – ebenfalls aus England – eine stabile fassförmige Flasche mit dem Titel „The Botanist“.

Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Januar dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen.

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