Herrensitzung der Karnevalsgesellschaft „Schwarz-Gold“ mit umfangreichem Programm
Eine Prinzessin in einem Hexenkessel voller Männer

Telgte -

Aller Tradition zum Trotz gab es beim Herrenabend der Karnevalsgesellschaft „Schwarz-Gold“ einen ungewohnten Gast. Die Veranstaltung bot einmal mehr viele Lacher.

Montag, 13.01.2020, 18:26 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 14:26 Uhr
Erfolgreiche Senatorentaufe: (v.l.) Gerhard Stemmer (Ordensmeister), Wolfgang Ladda, Ewald Vernauer, Senatspräsident Thorsten Eichholt, Ingo Riches und Märchenerzähler Edgar Ende.
Erfolgreiche Senatorentaufe: (v.l.) Gerhard Stemmer (Ordensmeister), Wolfgang Ladda, Ewald Vernauer, Senatspräsident Thorsten Eichholt, Ingo Riches und Märchenerzähler Edgar Ende. Foto: Pohlkamp

Ihren Jahresauftakt feierte die KG „Schwarz-Gold“ in traditioneller Weise mit einem Herrenabend. Doch dieses Mal war etwas anders, denn der Prinz ist eine Prinzessin: „ Ingrid I. von Reisedrang mit Walzerklang“ (Ingrid Amshoff).

Sie zog mit dem Elferrat und der 1. Telgter Stadtgarde in den Saal der Gaststätte Osthues-Brandhove ein. Doch dort hielten sich die Damen nicht lange auf. Präsident Franz Winkels begrüßte die Prinzessin, ließ aber auch schnell durchblicken, dass diese sich schnell wieder verabschiede: Zum Damenabend im Prinzessinnen-Hauptquartier Steenpoate.

Doch vorher hatte Ingo Dräger noch ein Geschenk für Ingrid Amshoff: Die erste Prinzessinnenfahne. Ingrid I. war sichtlich begeistert.

Für die Herren im Saal sorgten dann Freddy Kreutzer als erster Narrensekretär und Senatspräsident Thorsten Eichholt für ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm. Es folgte ein Feuerwerk guter Laune, dargeboten von der Stadtgarde und externen Künstlern: Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp aus Kattenvenne lieferte Kabarett vom Feinsten. Natürlich setzte der wortgewandte und temperamentvolle Künstler vom Kattenvenner Ölberg nicht nur seine Frau Erna in Szene, auch den Prinzgemahl (Hannes Amshoff) und einige weitere Karnevalisten nahm er in seine Büttenrede auf.

Zwischen den Programmpunkten sorgte ein besonderes Nummerngirl für Abwechslung. Dann kam Hilla Heien aus Kalkar. Sie hatte es leicht, die Männerherzen zu erobern: Sie „radelte“ mit ihrem Fahrrad, einem Regenschirm in der einen und mit einem vertrockneten „Weihnachtsbäumchen“ in der anderen Hand, in den Saal ein. Zwischen den staunenden Herren sorgte sie für viele Lacher. Mit ihrem losen Mundwerk fesselte sie die Männer mit lockeren Sprüchen. Sie brachte alle immer wieder zum Lachen.

Dazwischen gab es weitere Darbietungen: Die 1. Telgter Stadtgarde präsentierte ihr Können, und die Stadtlore sorgte mit einem Soloauftritt für Schwung und machte Präsident Franz Winkels fast sprachlos. Er ließ die Trainerin der Garde, Laura Duesmann, auf die Bühne kommen und stellte zudem die Neuen in der Formation vor.

Senatspräsident Thorsten Eichholt bereitete das Publikum auf die Senatorentaufe vor, die erneut mit einem Märchen verbunden war. Ex-Präsident Edgar Ende scheint für derartige Shows wie geschaffen. So unterhielt er die Zuschauer mit seiner selbst geschriebenen Geschichte unter dem Titel „Der Ordensmeister und sein Lehrling“.

Täufling Wolfgang Ladda musste allerdings hart arbeiten, bevor er die Senatorenmütze bekam: Bei der Aufnahmeprüfung hieß der Auftrag an ihn, einen großen, hölzernen und farbigen Orden herzustellen. Dabei war er verpflichtet, die Kochkünste seiner „Stiefmutter“ (Ewald Vernauer) zu ertragen. Der Ordensmeister (Gerhard Stemmer) überwachte den Prozess. Wolfgang Ladda geht als 48. Senator in die 54-jährige Vereinsgeschichte der Karnevalsgesellschaft „Schwarz Gold“ ein.

Den Schlusspunkt setzte Sängerin Emily Küpperbusch aus Ahlen. Sie brachte den Saal zum Kochen und ließ erahnen, wie fröhlich und begeisternd die Session sein wird, die bereits bei der Einweihung des Prinzessinnen-Hauptquartiers am Folgetag alle wieder vereinte.

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