Bahnübergang bei Haus Droste: Unterlagen liegen beim Eisenbahn-Bundesamt
Straße endet weiter vor den Schienen

Telgte -

Der Bahnübergang bei Haus Droste lässt noch auf sich warten. Der Grund dafür, die erforderlichen Unterlagen liegen immer noch beim Eisenbahn-Bundesamt zur Genehmigung.

Freitag, 17.01.2020, 14:19 Uhr aktualisiert: 19.01.2020, 14:54 Uhr
An dieser Stelle soll möglichst bald ein technisch gesicherter Bahnübergang entstehen, der andere ungesicherte Übergänge ersetzen wird.
An dieser Stelle soll möglichst bald ein technisch gesicherter Bahnübergang entstehen, der andere ungesicherte Übergänge ersetzen wird. Foto: Große Hüttmann

Spätestens der schwere Unfall, bei dem ein Trecker und die Eurobahn in Höhe des Campingplatzes zusammenstießen, hat die Diskussion um die Beseitigung der unbeschrankten und ungesicherten Bahnübergänge auf dem Teilstück zwischen Telgte und Warendorf teilweise wieder neu belebt.

Denn zumindest der ursprünglich für den Bahnübergang bei Haus Droste – Verlängerung der Kreisstraße 50n rund um das Neubaugebiet Telgte Süd-Ost – vorgesehene Zeitplan ist längst überholt. Der Grund dafür: Die Unterlagen liegen weiterhin zur Genehmigung beim Eisenbahn-Bundesamt in Bonn.

Nach Angaben von Christof Linden , zuständiger Sachbearbeiter bei der Stadtverwaltung, hätten die Kommune und andere Projektbeteiligte bereits vor längerer Zeit in enger Zusammenarbeit mit einem speziellen Ingenieurbüro die erforderlichen Unterlagen zusammengestellt und an die Behörde versandt. Danach habe es noch eine Nachforderung gegeben, seitdem liege das Material in Bonn, und alle Beteiligten würden warten. „Wir hoffen natürlich darauf, dass eine Genehmigung möglichst bald erfolgt“, sagt Linden.

Doch erst nach dem erforderlichen Stempel der Behörde könnten die Ausschreibungen erfolgen, Angebote eingeholt werden und schließlich die Arbeiten beginnen. Die Bauzeit selbst umfasse nur wenige Monate. Auf einen genauen Terminplan will sich die Stadtverwaltung nicht mehr festlegen lassen, denn alles stehe und falle mit der Zustimmung aus Bonn.

Ihre Hausaufgaben für eine schnelle Umsetzung der Maßnahme hat die Stadt längst gemacht. Die Ersatzwege für die Alt-Anlieger sind längst fertiggestellt: Die neue Straße für die in Richtung Raestrup direkt an der Bahnlinie wohnenden drei Anliegern wurde bereits im Sommer vergangenen Jahres an die K 50n angeschlossen. Ein zweiter Ersatzweg – etwa von Haus Droste in Richtung Kreisstraße – ist ebenfalls bereits nutzbar. Insgesamt werden vier Bahnübergänge (Haus Droste bis Vernauer) nach Fertigstellung der Schrankenanlage geschlossen.

Die Gesamtmaßnahme „Haus Droste“ kostet nach Schätzungen rund 1,8 Millionen Euro und ist keine Maßnahme nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz. Das bedeutet, die Bahn wird sich daran finanziell nicht beteiligen, allerdings rechnen Stadt und Kreis mit einer Förderung in Höhe von 60 bis 70 Prozent aus anderen Töpfen.

Der nachfolgende Abschnitt schließt vermutlich nicht vor 2022 die Bahnübergänge „Rüter“, „Blanke“, „Mohnke“, „Wallfahrt“, „Rehr“ und „Hanhart“ ein. Zur Erinnerung: Am Übergang „Hanhart“ hatte es am vergangenen Wochenende den schweren Unfall gegeben. Die Anhörung im sogenannten Planfeststellungsverfahren der betroffenen Anlieger und anderer Beteiligter hat bereits vor einigen Wochen stattgefunden. Die Stadtverwaltung rechnet daher in den nächsten Monaten mit der Einleitung weiterer Schritte. Die Schrankenanlage für diesen Bereich ist etwa in Höhe der Zufahrt zum Campingplatz geplant, so dass der verlängerte Weg unmittelbar auf die K 50 (Warendorfer Straße) führt.

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