Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner
Ansprüche ans „Eigenheim“

Telgte -

Ganz genau mussten Hugo Hoffknecht und Alkaly Toure messen, als sie die Nistkästen für Meisen bauten. Denn die kleinen Piepmätze haben besondere Ansprüche an Ausstattung und Größe ihres „Eigenheims“.

Sonntag, 02.02.2020, 20:15 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 13:18 Uhr
Gemeinsam haben sie ehrenamtlich ein Projekt erfolgreich abgeschlossen: Hugo Hoffknecht (l.) und Alkaly Toure vor ihren einsatzbereiten Nistkästen für Meisen
Gemeinsam haben sie ehrenamtlich ein Projekt erfolgreich abgeschlossen: Hugo Hoffknecht (l.) und Alkaly Toure vor ihren einsatzbereiten Nistkästen für Meisen Foto: Bernd Pohlkamp

42 Nistkästen für die häufigsten Wintergäste im Garten liegen einsatzbereit im Keller der Familie Hoffknecht. Diese Nisthilfen wurden ausschließlich für Meisen gebaut, deren Brutzeit von April bis Anfang August dauert.

Viele Stunden Planung und Zusammenbau sind der Vollendung voraus gegangen. Als Vermessungsingenieur hat Hugo Hoffknecht in seinem Berufsleben unter anderem rund 75 Gewässerbiotope angelegt. Nach dem Eintritt in den „Ruhestand“ engagierte er sich ehrenamtlich bei unterschiedlichsten Vorhaben. So auch für den Verein Naturnah. Insbesondere Meisen erweckten Interesse, weil die Eichenprozessionsspinner auf ihrem Speiseplan stehen.

Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner

Da der Eichenprozessionsspinner auch in diesem Jahr wieder zu einer Plage werde, habe er sich entschlossen, den Bau von Nistkästen zu übernehmen. Unterstützung erhielt er von Alkaly Toure, der vor sechs Jahren aus der Republik Guinea als gelernter Schreiner nach Telgte gekommen war. Nachdem Hoffknecht vom Verein und von der Stadt Unterstützung erhielt und der Baubetriebshof einen Raum zur Anfertigung der Nistkästen bereitstellte, wurden ihm Abfallbretter von der Firma Las Tech gespendet.

Bei der Montage müsse einiges beachtet werden, so Hoffknecht. „Die quadratische Mindestfläche darf nicht kleiner als 12 Zentimeter sein. Die Flugunterkante muss möglichst 17 Zentimeter und der Dachüberstand über dem Flugloch mindestens sieben Zentimeter betragen.“ Beim Anbringen sei auf die optimale Ausrichtung des Flugloches nach Nordosten bis Südosten ebenso zu achten wie auf die Montagehöhe von zwei bis zu drei Metern, so Hoffknecht.

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