Postkartenaktion der Bürgerinitiative B51 Telgte
Hunderte Botschaften für den Erhalt

Telgte -

Die Bürgerinitiative B 51 Telgte hat eine Postkartenaktion gestartet. Diese läuft wie geschmiert.

Mittwoch, 05.02.2020, 16:02 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 09:58 Uhr
Die Bürgerinitiative B 51 Telgte ruft weiterhin zur Postkartenaktion auf.
Die Bürgerinitiative B 51 Telgte ruft weiterhin zur Postkartenaktion auf. Foto: Bürgerinitiative B 51

Die Postkartenaktion der Bürgerinitiative B 51 Telgte läuft wie geschmiert. Das berichtet die Vorsitzende der Bürgerinitiative, Maria Odenthal-Schnittler.

Vorfrankierte Postkarten mit Motiven der Baumallee entlang der Bundesstraße 51 können persönlich gestaltet und formuliert an die Entscheidungsträger des Verkehrsausschusses in Berlin geschickt werden. Genaue Informationen dazu finden sich auf der Internetseite der Bürgerinitiative.

Seit Beginn der Aktion im Herbst 2019 sind schon Hunderte von Karten nach Berlin geschickt worden. „Die Karten gehen weg wie warme Semmeln“, so Michael Pohl , Initiator der Aktion. Sie soll den Entscheidungsträgern in Berlin den Unmut der Bürger bezüglich des geplanten Ausbaus der Bundesstraße deutlich machen. Jede Karte ist eine persönliche Botschaft mit einer eigenen Begründung für den Erhalt der Zweispurigkeit und den Erhalt der Baumallee entlang der Bundesstraße 51.

Zahlreiche Aussagen und Stellungnahmen kann die Bürgerinitiative aufzählen: Die Stadt Telgte und die Stadt Münster haben den Klimanotstand ausgerufen. Oberbürgermeister Lewe ist neues Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE, berufen von der Bundesregierung). Minister Wüst spricht von einer „zukunftsfesten Variante“ bezüglich des geplanten Ausbaus der B51 und stellt gewaltige Fördermittel für den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs in NRW zur Verfügung. Der Prozessionsweg ist wieder unter Denkmalschutz gestellt worden. Und last but not least: die Bürgerinitiative B51 Telgte mit mittlerweile über 140 Mitgliedern steht für den Erhalt der Zweispurigkeit der B51 zwischen Münster/Handorf und Telgte.

Weitere, in ihrem Grundton ähnlich lautende Positionen von Parteien und Verbänden der Region sind auf den entsprechenden Websites oder in Anträgen nachzulesen.

Jede einzelne beschriebene und abgeschickte Karte sei ein individueller und sehr persönlicher Ausdruck des nachhaltigen Zeitgeistes, heißt es vonseiten der Bürgerinitiative. „Geschrieben nicht von Frau MdB oder Herrn MdL, sondern von BürgerInnen, die differenziert, nachdenklich und gleichzeitig gut informiert das klimatische und verkehrspolitische Umfeld im Auge haben“, machen die Mitglieder deutlich. Es gehe nicht um ideologische Grabenkämpfe, es gehe einzig und allein um den größtmöglichen Erhalt der Natur bei gleichzeitig optimierter Straßenführung mit „minimal-invasiven“ Eingriffen an kritischen Punkten.

„Die Politik muss jetzt die Richtlinien vorgeben: Ausbau beziehungsweise Etablierung eines vernünftigen ÖPNV, Einsatz zeitgemäßer, von Start-ups und WissenschaftlerInnen schon entwickelter, alternativer Mobilitätskonzepte via app und ,straßenbaumäßig‘ effektive Ertüchtigungen“, fordert die Bürgerinitiative.

Warum sollten weiterhin viele ihre Meinung nach Berlin schicken? „Wir denken, dass wir damit einen Beitrag zu einer wirklichen Mobilitätswende und für eine gute Infrastruktur leisten können. Daher freuen wir uns über jede weitere Karte, die sich in Richtung Berlin auf den Weg macht“, sagt Maria Odenthal-Schnittler.

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