Mitgliederversammlung der Wallfahrtsgilde
In das Innere der Muttergottes geschaut

Telgte -

Neben Terminen wurden bei der Mitgliederversammlung der Wallfahrtsgilde auch die Ergebnisse der Untersuchungen des Gnadenbildes vorgestellt.

Dienstag, 18.02.2020, 17:37 Uhr aktualisiert: 19.02.2020, 15:06 Uhr
Propst Dr. Michael Langenfeld (r.) stellte den Mitgliedern der Wallfahrtsgilde zusammen mit der Restauratorin Marita Schlüter die Ergebnisse der Untersuchungen des Gnadenbildes vor.
Propst Dr. Michael Langenfeld (r.) stellte den Mitgliedern der Wallfahrtsgilde zusammen mit der Restauratorin Marita Schlüter die Ergebnisse der Untersuchungen des Gnadenbildes vor. Foto: Bernd Pohlkamp

Ein umfangreiches Jahresprogramm präsentierte der Vorstand der Wallfahrtsgilde seinen Mitgliedern: Dabei standen nicht nur die Regularien im Mittelpunkt der Zusammenkunft, sondern Propst Dr. Michael Langenfeld und die Restauratorin Marita Schlüter referierten auch über die neuesten Forschungen rund ums Gnadenbild.

Die Muttergottes wurde im Herbst bei einer Computertomographie in der Pferdeklinik Telgte untersucht ( WN berichteten). Zudem fand vorher eine Röntgenanalyse statt. Daraus ergaben sich neue Erkenntnisse, die Marita Schlüter vorstellte. Deutlich sei durch das CT geworden, dass sich die Muttergottes aus verschiedenen Hölzern zusammensetzt.

Die Restauratorin konnte zudem verschiedene Farbfassungen feststellen. Darunter die älteste, die nun nachgewiesen werden konnte, aus dem Jahr 1370. Für die Konservierung des Gnadenbildes sei wichtig, so die Expertin, dass es sich bei der Muttergottes nicht nur um eine reine Holzfigur handele, sondern dass das Material mit einem Textil überzogen und mehrfach übermalt worden sei. Das mache es auch so schwer, diesen Materialmix dauerhaft zu konservieren, so die Fachfrau.

Die Gilde, die sich die Förderung und Pflege der Telgter Wallfahrt auf die Fahnen geschrieben hat, ließ vor diesem Vortrag das Jahr 2019 und die Aktivitäten Revue passieren. Auch stellte der Vorstand das neue Jahresprogramm vor: Dazu gehören die Wallfahrtseröffnung mit Lichterprozession am Samstag, 25. April, mit Bischof Dr. Felix Genn, die Fußwallfahrt von Osnabrück nach Telgte am 11. Juli oder die Wallfahrt der Vertriebenen aus dem Glatzer Bergland am Samstag, 29. August.

An diesen Tagen sorgt die Wallfahrtsgilde jeweils dafür, dass die Straßen der Innenstadt mit bis zu 200 Fähnchen geschmückt werden. Den Weg der Prozession schmücken werden die Gildemitglieder auch am 31. Oktober, wenn mit Dr. Werner Thissen, emeritierter Erzbischof aus Hamburg, zum Wallfahrtsabschluss das Pontifikalamt in der Clemenskirche feiert.

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