Elternbeiträge festgesetzt
Auf 20 Euro abgesenkt

Telgte -

Die Eingangsbeiträge für die unterste Einkommensstufe sind sowohl bei der OGS als auch bei der Übermittagbetreuung reduziert wurden.

Freitag, 28.02.2020, 17:54 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 14:08 Uhr
Immer mehr Kinder nehmen die Betreuungsangebote wahr. Doch noch fehlen Plätze.
Immer mehr Kinder nehmen die Betreuungsangebote wahr. Doch noch fehlen Plätze. Foto: Colourbox

Die Höhe der Elternbeiträge für die Offenen Ganztagsschulen und die Übermittagbetreuung ab dem 1. August 2020 ist in der jüngsten Ratssitzung beschlossen worden. Besonders erwähnenswert dabei, dass die Eingangsbeiträge für die unterste Einkommensstufe bis 25 000 Euro sowohl bei der OGS als auch bei der Übermittagbetreuung auf 20 Euro pro Monat reduziert wurden.

Grüne und SPD hatten für diese Gruppe null Euro gefordert, hatten dafür aber keine Mehrheit gefunden. Geschwisterkinder zahlen bei der Übermittagbetreuung einen halbierten Satz.

Für die offenen Ganztagsschulen steht ab 2025 ein Rechtsanspruch für Kinder im Koalitionsvertrag der Bundesregierung . Die Betreuungsangebote an den Grundschulen in Telgte erfahren bereits seit Jahren eine sehr starke Nachfrage, so die Verwaltung. Die Plätze in den offenen Ganztagsschulen und der Übermittagbetreuung sind aber an den drei Grundschulen in Telgte ausgelastet, in Westbevern ist der Bedarf stetig wachsend.

Mit nun beschlossenen Satzung werde ein Baustein im Prozess der OGS-Weiterentwicklung beschlossen und für das Schuljahr 2020/21 und die Folgejahre zugleich eine Anpassung der Elternbeiträge für beide Betreuungsformen vorgenommen, so die Verwaltung. Mit den Veränderungen dieses Prozesses soll das pädagogische Angebot – ganztägige Bildung – der offenen Ganztagsschule gestärkt und die Personalausstattung sowie Finanzierung der Übermittagbetreuung verbessert werden.

Durch den reduzierten Beitrag von 20 Euro in der untersten Einkommensstufe der offenen Ganztagsschule und der Übermittagsbetreuung könnte die Nachfrage nach Plätzen ansteigen, vermutet die Verwaltung.

Da die räumlichen Kapazitäten in den Schulen aber bislang begrenzt seien, werde auch die Anzahl an Betreuungsplätzen vorerst weiterhin limitiert bleiben müssen. Ziel müsse es aus Sicht des Schulträgers sein, künftig für die gestiegene Nachfrage nach Betreuungsplätzen in den offenen Ganztagsschulen ausreichende Raum- und Angebotskapazitäten zu schaffen.

Der bereits begonnene, begleitete Prozess der OGS-Weiterentwicklung, über den in der Sitzung des Schul- und Kulturausschusses am 5. Dezember ausführlich berichtet wurde, soll nun fortgesetzt werden, so dass in den nächsten Monaten die pädagogische Raumbedarfsplanung für das zukünftige Schulprogramm und Raumkonzept der inklusiven ganztägigen Bildung aller Kinder in den Grundschulen der Stadt Telgte entwickelt wird. Die daraus resultierenden Empfehlungen für die bauliche Erweiterung der Grundschulen sollen als Grundlage für die Entscheidungsfindung und Beschlussfassung der Politik dienen.

Abschließend sollen alle Grundschulen auch für den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ertüchtigt sein.

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