Ausstellung im Religio
Kunstwerke zeigen doppeldeutige Passion

Telgte -

Die zweiteilige Ausstellung „Leiden und Leidenschaft“ wird am 13. März im Museum Religio eröffnet.

Mittwoch, 11.03.2020, 17:10 Uhr aktualisiert: 12.03.2020, 13:05 Uhr
Lara Fißmann ist mit einem Kunstbeitrag zum Thema
Lara Fißmann ist mit einem Kunstbeitrag zum Thema Foto: Religio

Zur Passionszeit wartet das Museum Religio mit zwei Telgter Beiträgen auf. In der zweiteiligen Ausstellung „Leiden und Leidenschaft“ geben die Kunstkurse des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums und die Fotografin Ursula Mindermann wertvolle Impulse mit Kunstbeiträgen. „Die Ausstellung bietet Raum für kontroverse Diskussionen und kritisches Hinterfragen, sie regt an zu Nachdenklichkeit und Besinnung“, heißt es in der Pressemitteilung.

Die jüngeren Schülerinnen und Schüler des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums haben sich mit ihren Passionen in Form von Leidenschaften und Hobbys befasst. Die älteren Jahrgänge haben sich intensiv und überzeugend mit der Doppeldeutigkeit von Passion als Leidenschaft, die in ihrer Auslebung auch Leiden – „passio“ – verursachen kann, auseinandergesetzt. Dabei haben sie die Auswirkungen von extremen Leidenschaften wie Spiel- oder Computersucht und Alkoholismus überzeugend dargestellt.

In der subtilen Deutung von Machtausübung, die zu Sexismus, Kindesmissbrauch oder Social-Media-Mobbing führen kann, sind beeindruckende Arbeiten entstanden. Mit den Darstellungen, die sich mit Krieg und Frieden, mit Armut und Reichtum befassen, gelingt ein nahtloser Übergang zu den Werken von Ursula Mindermann.

Ursula Mindermann hat Israel und Palästina seit 1983 mehr als 20 Mal bereist. Ihre Motivation als Fotografin ist „die Menschen, deren Alltag und die Schönheit dieses Landes, die Folgen der Besatzung für das Land und die Willkür in diesem besonderen Land zu verstehen, festzuhalten und zu dokumentieren.“ Ihre Fotos zeigen Orte der Lebens- und Leidensgeschichte Jesu – Orte, die heute durch einen christlichen religiösen Tourismus geprägt sind. Sie zeigen jedoch auch die Zerrissenheit des Landes und geben Anlass zu Nachdenklichkeit und Betroffenheit.

Die Ausstellung startet am Freitag, 13. März, und kann bis Ostermontag, 13. April, besucht werden.

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