Krisensitzung am Sonntag im Rathaus
„Wir werden einen langen Atem brauchen“

Telgte/Westbevern -

Bürgermeister Wolfgang Pieper ist zufrieden mit den Telgtern. Er habe den Eindruck, dass sich fast ausnahmslos alle Bürger an die Vorgaben hielten. Dennoch werde das Ordnungsamt ab dem heutigen Montag vor allem einen Blick auf die Spiel- und Bolzplätze haben und stichprobenartig Kon­trollen durchführen.

Sonntag, 22.03.2020, 14:30 Uhr aktualisiert: 23.03.2020, 13:55 Uhr
Bürgermeister Wolfgang Pieper
Bürgermeister Wolfgang Pieper

Bürgermeister Wolfgang Pieper zeigte sich sichtlich zufrieden: „Ich habe den Eindruck, dass sich die Bevölkerung fast ausnahmslos an die Vorgaben hält.“ Auch am Sonntag saß der Krisenstab in der Verwaltung zusammen, um weitere Maßnahmen zu besprechen und eine Bewertung der bereits erfolgten vorzunehmen. Diesmal war der Kreis etwas kleiner als sonst gefasst: Pieper, Kämmerer Stephan Herzig und Ordnungsamtsleiter Thomas Riddermann tagten, zudem war die Fachbereichsleiterin für die Bereiche Schule und Soziales, Tanja Schnur, telefonisch zugeschaltet.

Nach Angaben des Bürgermeisters laufe die Meldekette zwischen dem Kreis-Gesundheitsamt und den Kommunen mittlerweile reibungslos und vor allem zügig. Nachdem es in den Anfängen zu Verzögerungen gekommen sei, sei schnell nachjustiert worden.

Als sehr positiv bewertete er zudem, dass sich fast ausnahmslos alle Bürger daran halten würden, ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Dennoch werde das Ordnungsamt ab dem heutigen Montag vor allem einen Blick auf die Spiel- und Bolzplätze haben und stichprobenartig Kon­trollen durchführen.

Mit Blick auf die zum Teil bereits angelaufenen Vorbereitungen für Osterfeuer und das damit oft verbundene Einsammeln von Strauchschnitt hat die Verwaltung Folgendes entschieden: Osterfeuer sind verboten, allerdings besteht nach vorheriger Anmeldung bis zum 4. April die Möglichkeit, bereits vorhandene Haufen kontrolliert abzubrennen. Dabei gibt es aber einige Vorgaben zu beachten: Zum einen muss ein solches Abbrennen zuvor beim Ordnungsamt, 13 226, angemeldet werden. Zudem dürfen nur einige wenige Personen, die zwingend für ein sicheres Abbrennen notwendig sind, dabei sein.

Nicht nur den Bürgern sprach Pieper ein Lob aus, sondern auch den Mitarbeitern der Verwaltung. „Die Einsatzbereitschaft ist sehr hoch.“ Zudem lobte er die schnelle Flexibilisierung der Arbeitszeit als gute Möglichkeit, eine ständig Erreichbarkeit sicherzustellen, zugleich aber etwa auch eine Kinderbetreuung zu ermöglichen. Der Bürgermeister warnte davor, von einem schnellen Ende der Krise auszugehen. „Wir sollten alle mit unseren Kräften haushalten, denn mein Eindruck ist, dass wir einen langen Atem brauchen.“

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