Ordnungsamt forciert Kontrollen
Verstärkt „auf Streife“

Telgte/Westbevern -

Rund 30 Mitarbeiter der Verwaltung, die sich alle freiwillig gemeldet haben, werden das Ordnungsamt bei Kontrollen im öffentlichen Raum unterstützen.

Freitag, 03.04.2020, 20:12 Uhr aktualisiert: 05.04.2020, 10:36 Uhr
Rund 30 Mitarbeiter der Verwaltung, die sich alle freiwillig gemeldet haben, werden das Ordnungsamt bei Kontrollen im öffentlichen Raum unterstützen. Das Foto zeigt (v.l.) Heike Niemann-Frey (Ordnungsamt), Kämmerer und Fachbereichsleiter Stephan Herzig sowie Nils Kutscher (Ordnungsamt).
Rund 30 Mitarbeiter der Verwaltung, die sich alle freiwillig gemeldet haben, werden das Ordnungsamt bei Kontrollen im öffentlichen Raum unterstützen. Das Foto zeigt (v.l.) Heike Niemann-Frey (Ordnungsamt), Kämmerer und Fachbereichsleiter Stephan Herzig sowie Nils Kutscher (Ordnungsamt). Foto: agh

Gelbe Westen mit der Aufschrift „ Ordnungsamt “ werden in den kommenden Tagen regelmäßig an zahlreichen Stellen im Stadtgebiet in Telgte und Westbevern zu sehen sein. Denn die Stadtverwaltung hat kurzfristig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Fachabteilungen und den Nebenstellen der Verwaltung als Verstärkung für den städtischen Ordnungsdienst in Corona-Zeiten gewinnen können. Nach einer entsprechenden Schulung sind die Betreffenden ab diesem Wochenende im Einsatz.

„Aus der Rückschau auf die letzten Tage und Wochen haben wir den Eindruck gewonnen, dass die allermeisten Menschen in Telgte die Verhaltensregelungen zur Eindämmung einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus verstanden und verinnerlicht haben und sich daran halten. Zugleich macht sich inzwischen aber auch wieder eine gewisse Sorglosigkeit breit, und das schöne Wetter, das wir in den nächsten Tagen erwarten dürfen, trägt vermutlich nicht dazu bei, dass die Menschen mehr zu Hause bleiben“, erläutert Bürgermeister Wolfgang Pieper den Hintergrund des Ganzen. Deshalb sei verwaltungsseitig beschlossen worden, die Präsenz der Ordnungskräfte im öffentlichen Raum zu verstärken.

„Das Ordnungsamt benötigt derzeit alle eigenen Kräfte, um etwa Fragen der Bevölkerung zu beantworten und kann daher die Einhaltung der Kontaktverbote und weiteren Regelungen nur punktuell überwachen“, schildert Fachbereichsleiter Stephan Herzig das Grundproblem. Daraufhin habe es einen Aufruf gegeben, und rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedenen Bereiche der Stadt – aus der Verwaltung selbst wie vom Bauhof oder aus dem städtischen Kindergarten – hätten sich gemeldet. Sie sollen regelmäßig Rundgänge und Rundfahrten mit dem Fahrrad unter anderem durch die Innenstadt sowie zu Spielplätzen und durch die Parkanlagen, Letzteres vor allem am Wochenende, unternehmen.

„Die Beschäftigten sind nicht nur durch die gelben Westen mit dem Aufdruck Ordnungsamt als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt zu erkennen, sondern können sich zudem durch einen Dienstausweis identifizieren“, betont Stephan Herzig.

Die Ziele sind nach Angaben der Verwaltung, Präsenz im öffentlichen Raum zu zeigen und auf die Notwendigkeit der Einhaltung der Verhaltensregelungen hinzuweisen. Dazu würden Betreffende „freundlich an den Ernst der Lage erinnert, auf die Gefahren aufmerksam gemacht und zum richtigen Verhalten animiert sowie im Bedarfsfall Fragen beantwortet“, so Herzig. Zudem biete die Maßnahme eine gute Gelegenheit, einen Überblick über das Geschehen in der Stadt zu behalten.

Die Regeln seien:

Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Haushaltes auf ein Minimum.

Halten Sie in der Öffentlichkeit und wo immer möglich einen Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern.

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder zusammen mit Angehörigen des eigenen Haushaltes gestattet.

Bitte unterlassen Sie das Zusammentreffen in Gruppen sowie das Picknicken oder Grillen auf öffentlichen Plätzen.

Die Spiel- und Bolzplätze dürfen derzeit noch nicht wieder genutzt werden.

Der Verzehr von abgeholten Speisen – auch von Eis – ist im Umkreis von 50 Metern von der Verkaufsstelle nicht zulässig.

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