Martin Breuer hofft weiter auf rumänische Erntehelfer
Noch kein Grund zum Jubeln

telgte -

Dass im April und Mai nun doch rumänische Erntehelfer nach Deutschland kommen, klingt zunächst recht gut. Doch ob das wirklich alles so einfach klappt, daran hat Martin Breuer vom Spargel- und Erdbeerhof lütke Zutelgte so seine Zweifel.

Sonntag, 05.04.2020, 19:21 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 17:07 Uhr
Mit der Arbeit der Studenten ist Martin Breuer sehr zufrieden. Trotzdem hofft er, dass es einige rumänischen Erntehelfer möglichst schnell nach Telgte schaffen.
Mit der Arbeit der Studenten ist Martin Breuer sehr zufrieden. Trotzdem hofft er, dass es einige rumänischen Erntehelfer möglichst schnell nach Telgte schaffen. Foto: Stefan Flockert

Die Nachricht ließ am Donnerstag aufhorchen: Im April und im Mai dürfen jeweils 40 000 osteuropäische Erntehelfer nach einer Gesundheitsprüfung nach Deutschland einreisen. Doch Martin Breuer vom Spargel- und Erdbeerhof lütke Zutelgte ist nicht gleich in Jubel ausgebrochen. Zu groß sind noch die Ungewissheiten.

„Abwarten“, sagt er. „Ich glaube das erst, wenn die hier auf dem Hof stehen. Keiner weiß, wie das mit der Gesundheitsprüfung funktionieren soll. Soll das jeder auf seinem Hof machen?“ Das höre sich erst einmal alles ganz toll an. Aber geklärt sei noch gar nicht, wer überhaupt Erntehelfer bekomme. „Nur die Großen“, fragt Martin Breuer.

Ständig steht er mit seinen rumänischen Mitarbeitern in Kontakt. „Aber die wissen noch nicht einmal, wo sie sich melden sollen“, berichtete Breuer. Sie können nicht einfach einen Flug buchen und landen dann in Dortmund.“

Die bisherige Spargelernte sei ganz ordentlich gelaufen. Die Erntemengen seien wegen der zuletzt kalten Tage noch nicht so groß, so dass die fehlenden Arbeitskräfte noch nicht so ins Gewicht fielen. Außerdem machten die Studenten, die jeden Tag fünf bis sechs Stunden auf dem Feld stechen, einen ordentlichen Job. „Und kommen dann auch noch fröhlich nach Hause“, freut sich Breuer. Zum anderen packten Studentinnen beim Sortieren mit an. In dieser Woche wollten auch noch Schüler aus dem Bekanntenkreis mithelfen.

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