Katholische Kirchengemeinde
Gottesdienste unter klaren Bedingungen

Telgte/Westbevern -

Etliche Auflagen gibt es am Wochenende, wenn in den Kirchen in Telgte und Westbevern wieder die ersten Gottesdienste gefeiert werden.

Freitag, 01.05.2020, 12:23 Uhr aktualisiert: 03.05.2020, 14:58 Uhr
Kerzen auf den Kirchenbänken zeigen an, wo in den Gottesdiensten ein Gläubiger sitzen kann, damit die Abstandsvorschriften eingehalten werden.
Kerzen auf den Kirchenbänken zeigen an, wo in den Gottesdiensten ein Gläubiger sitzen kann, damit die Abstandsvorschriften eingehalten werden. Foto: Andreas Große Hüttmann

Wenn an diesem Wochenende wieder die ersten Gottesdienste in den katholischen Kirchen in Telgte und Westbevern stattfinden, dann unter Auflagen. Dazu gehört beispielsweise, dass im Gotteshaus nicht nur die Abstände eingehalten werden müssen, sondern auch, dass die Maximalzahl der Gläubigen begrenzt ist. Zudem wird es Ordner geben, die das Ganze überwachen.

Propst Dr. Michael Langenfeld und sein Seelsorgeteam haben sich viele Gedanken gemacht, wie die Auflagen eingehalten werden können. Doch unterm Stich, das macht er deutlich, gilt: „Das gesamte Seelsorgeteam freut sich, endlich wieder gemeinsam mit den Gläubigen Eucharistie feiern zu können.“

„Anders als andere Kirchengemeinden gehen wir mit diesen Regeln nur schrittweise und sehr behutsam vor, um möglichst vielen Gläubigen die Teilnahme zu erleichtern. So soll, wenn alles etwas eingespielt ist, auch der Kommunionempfang in absehbarer Zeit wieder möglich sein“, betont der leitende Geistliche.

Die Kirchen können nur durch eine Tür betreten werden. Das ist in St. Clemens das Hauptportal und in Westbevern die Automatiktür. Dort befindet sich jeweils ein Desinfektionsgerät. Abstände, das betont das Seelsorgeteam, seien unbedingt einzuhalten.

Zudem werden die Gläubigen gebeten, ihr eigenes Gotteslob mitzubringen und einen Mund- und Nasenschutz zu tragen, „auch wenn das nicht ausdrücklich verlangt wird“, heißt es seitens der Gemeinde.

Die Gottesdienstbesucher werden gebeten, nur die mit einer Kerze markierten Plätze einzunehmen, auch wenn es möglicherweise nicht der Stammplatz ist. Ehepaare und Familien, die in einem Haushalt zusammenleben, dürfen auch zusammensitzen.

Dass die Rahmenbedingungen eingehalten werden und um gleichzeitig die Gottesdienstbesucher zu unterstützen, wird es Ordner und Ordnerinnen geben.

Auch die Gesamtzahl der Gottesdienstbesucher ist klar begrenzt: In St. Clemens können pro Messe bis zu 103, in Ss. Cornelius und Cyprianus bis zu 73 Gläubige teilnehmen. „Sobald diese Höchstzahlen erreicht sind, müssen die Kommenden auf einen späteren Gottesdienst verwiesen werden“, betont Propst Dr. Michael Langenfeld.

Der Friedensgruß geschieht nur durch freundliches Zunicken. Die Kollekte findet im Anschluss an den Gottesdienst an den Ausgängen der Kirche statt.

„An den ersten Sonntagen bitten wir alle, die Kommunion geistlich zu empfangen, ein eigenes Gebet liegt dazu bereit. Die Kommunion in materieller Form möchten wir erst austeilen, wenn wir eine hygienisch sichere und zudem dem Sakrament würdige Form gefunden haben“, betont der leitende Geistliche.

Die Kirche können die Gläubigen durch zwei Ausgänge verlassen. Personen im hinteren Teil der Kirchen benutzen das Hauptportal (St. Clemens) beziehungsweise die Automatiktür (Ss. Cornelius und Cyprianus). Gläubige aus dem vorderen Teil die Tür an der Kapellenseite (St. Clemens) beziehungsweise die Tür an der Pastoratsseite (Ss. Cornelius und Cyprianus).

Grundsätzlich gelte weiterhin, dass Bischof Felix Genn allen Gläubigen Dispens vom Sonntagsgebot erteilt habe. Die Teilnahme an der sonntäglichen Eucharistie sei also zurzeit keine kirchliche Pflicht, sie sei aber auch keiner Altersgruppe verboten.

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