„Urlaub & Pflege“ muss abwarten
Päckchenaktion statt Reise

Telgte -

Für den Urlaub sieht es in diesem Jahr nicht besonders rosig aus. Deswegen hat sich das Team von „Urlaub und Pflege“ etwas besonderes einfallen lassen. Sie verteilen jetzt kleine Päckchen, die etwas Urlaubsstimmung verbreiten sollen.

Montag, 04.05.2020, 06:51 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 13:16 Uhr
Mit ihrer Päckchenaktion möchten die Mitarbeiter von „Urlaub & Pflege“ den Daheimgebliebenen eine kleine Freude machen.
Mit ihrer Päckchenaktion möchten die Mitarbeiter von „Urlaub & Pflege“ den Daheimgebliebenen eine kleine Freude machen. Foto: privat

„Wir mussten bereits drei Reisen absagen und rechnen damit, dass es noch mehr sein werden“, berichtet Susanne Hanowell vom Verein „Urlaub & Pflege“, die die schwierige Aufgabe hat, den Gästen die traurige Nachricht zu überbringen. „Einige Gäste haben damit gerechnet, viele haben aber bis zum letzten Tag gehofft.“

„Mit unserer Päckchenaktion möchten wir den Daheimgebliebenen eine kleine Freude machen und wenigstens ein bisschen Urlaubsstimmung verbreiten“, erzählen Birgit Thomas und Therese Woltemade, die die Aktion koordinieren. Für die sehr liebevoll und persönlich gestalteten Karten sorgte Günther Diekmannshemke, der seit drei Jahren ehrenamtlicher Reisebegleiter ist.

Die Aufgabe des gemeinnützigen Vereins ist die Veranstaltung von Reisen für Menschen mit Hilfs- und Pflegebedarf. Sechs hauptamtliche und 60 ehrenamtliche Mitarbeiter sowie rund 180 Gäste stehen in den Startlöchern und möchten losfahren. Besonders für die pflegenden Angehörigen ist eine Erholungspause sehr wichtig. „Wann wir jedoch wieder reisen können, steht in den Sternen. Wir müssen nicht nur darauf warten, dass Reisen wieder möglich sind, wir müssen uns auch nach den Vorgaben für Menschen mit Pflegebedarf richten. Auch die Mehrzahl unserer Reisebegleiter im Rentenalter gehören zur Risikogruppe. Damit haben wir eine sehr hohe Verantwortung“, berichtet Geschäftsführerin Susanne Hanowell und ergänzt: „Natürlich wird es dadurch – wie bei vielen anderen Unternehmen und Einrichtungen auch – finanziell sehr eng.“

„Aber wir sind ein sehr engagiertes und kreatives Team und arbeiten im Moment mit Hochdruck daran, unser Reiseangebot, das in dieser Form einzigartig ist, über diese schwierige Zeit zu retten. Ich bin sicher, dass wir Lösungen finden“, ergänzt Angelika Jannemann, die seit zwölf Jahren ehrenamtliche Reisebegleiterin ist, und es kaum erwarten kann, wieder unterwegs zu sein.

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