Raestruper erwandern den Hermannsweg
Urlaub vor der Haustür

Raestrup -

Heike Hegemann-Möllers geplanter und gebuchter Urlaub ist aufgrund der Corona-Krise geplatzt. Doch davon ließ sich die Raestruperin nicht entmutigen und erwanderte in dieser Zeit kurzerhand den Hermannsweg im Teutoburger Wald. Dabei entdeckte die täglich die Schönheit der Natur.

Sonntag, 03.05.2020, 19:26 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 13:16 Uhr
Für Heike Hegemann-Möllers und ihren Mann fiel der geplante Urlaub aufgrund der Corona-Pandemie ins Wasser. Die Raestruper disponierten kurzerhand um und wanderten stattdessen auf dem Hermannsweg im Teutoburger Wald.
Für Heike Hegemann-Möllers und ihren Mann fiel der geplante Urlaub aufgrund der Corona-Pandemie ins Wasser. Die Raestruper disponierten kurzerhand um und wanderten stattdessen auf dem Hermannsweg im Teutoburger Wald. Foto: privat

Warum in die Ferne schweifen, wenn der Teuto doch so nah: Das dachte sich Heike Hegemann-Möllers aus Raestrup, nachdem ihr geplanter und gebuchter Urlaub aufgrund der Corona-Krise nicht stattfinden konnte.

Doch Heike Hegenmann-Möllers und ihr Mann ließen sich nicht entmutigen: „Wir sind begeisterte Wanderer, Pilger und Naturliebhaber. Die Schönheit und Wohltat des Gehens, das ‚auf dem Weg sein‘, die Natur und das Innehalten haben wir schon auf so manchen Wegen erlebt und entdeckt. Sei es auf verschiedenen spanischen Jakobswegen oder auch dem norwegischen Olavsweg.“

In diesem Jahr haben Heike Hegemann-Möllers und ihr Mann aus der Not eine Tugend gemacht und die Schönheit und Wohltat in der „Nähe“ entdeckt. „Mit zwei Autos – abwechselnd am Start oder Ziel einer Etappe – und kreativem und logistischem Geschick haben wir bei strahlendem Sonnenschein den Hermannsweg im Teutoburger Wald entdeckt“, berichtet die Raestruperin. Der Weg führte die beiden Wanderer von Bielefeld nach Hörstel. Alle Erwartungen wurden von Tag zu Tag von Stunde zu Stunde übertroffen ob der Ruhe, Gelassenheit und Schönheit der Natur. Das Licht der aufgehenden Sonne und der mystische Nebel zart über den Feldern schwebend begrüßte uns allmorgendlich beim Start der Etappen. „Während des gesamten Weges begleiteten uns auf Wald- und Wiesenwegen Buchenwälder mit dem zartem, den Frühling kündendem, Grün – welches ich als Balsam für die Seele empfinde“, berichtet Hegemann-Möllers. Ein Wermutstropfen seien jedoch die durch den Borkenkäfer zerstörten Fichtenwälder.

Für das leibliche Wohl haben die Raestruper auch gesorgt. „Und jeden Tag aufs Neue hielt Mutter Natur einen sonnendurchfluteten Platz bereit an dem wir unser Mittagessen im ‚Restaurant Natur‘ genießen konnten.“ Kammwege eröffneten den Wanderern Blicke über die hügelige Landschaft des Osnabrücker- und die Weite des Münsterlandes. „Zarte Düfte verschiedenster Pflanzen ließen uns innehalten und genießen. Ein Konzert der im Wind rauschenden Bäume und der Gesang der Vögel begleitete und erfreute uns Wandergesellen. Mit jedem Schritt wurde der Kopf frei und freier und öffnete uns den Blick und das Gespür für das Wesentliche – nicht nur in der Natur auch im Leben“, resümiert Hegemannn-Möllers und zieht ein persönliches Fazit: „Wie ich für mich sagen kann, ist das ein ganz wertvoller und wesentlicher Aspekt in dieser außergewöhnlichen Zeit. Also, warum in die Ferne schweifen?“

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